Autoreisen durch Europa: Was Autofahrer vor der Fahrt ins Ausland wissen sollten
Mit dem eigenen Auto durch Europa zu reisen bedeutet Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit. Spontane
Im Zusammenhang mit der Klimakrise und der Verkehrswende steht der Bereich Mobilität allgemein vor großen Veränderungen. Die Elektromobilität nimmt zunehmend eine Schlüsselrolle ein. Andere Technologien sind in der Entwicklung. Alle Beteiligten wie Stadt- und Verkehrsentwickler, Hersteller und nicht zuletzt die Verkehrsteilnehmer selbst stehen vor vielen Fragen. Nicht immer ist klar, in welche Richtung es mit der Mobilität gehen soll. Die Agenda 2030 setzt als zeitnahe Zukunftsverpflichtung einer Reihe von Staaten zur Umsetzung verschiedener Ziele für eine soziale, nachhaltige und ökologische Entwicklung einen engen Zeitrahmen. Viele Verbraucher fragen sich im Augenblick, ob sie sich ein E-Auto anschaffen sollen oder nicht. Es lohnt sich, einmal einen Blick auf den Status quo der Mobilität zu werfen und die groben Entwicklungslinien zu definieren.
Voraussetzung einer gelingenden Verkehrswende
Die Verkehrswende ist nicht zuletzt eine Mobilitätswende. Vor dem Hintergrund des zu verringernden CO2-Ausstoßes sollen Verkehr und Mobilität auf nachhaltige Energieträger, vernetzte Mobilitätsformen zwischen Individual- und Gemeinschaftsverkehr und eine umweltfreundlichere Mobilität umgestellt werden. Nach den jetzigen Planungen nimmt die Elektromobilität einen wichtigen Platz ein. Dabei sind allerdings noch einige Fragen offen. Zunächst einmal verlangen Elektroautos nach einer entsprechenden Lade-Infrastruktur. Ebenso muss die Technologie beispielsweise bei der Speicherkapazität der Batterien bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um die Mobilität überhaupt zu gewährleisten.
Bei der Frage der Nachhaltigkeit von E-Autos sind ebenfalls noch viele Fragen offen. Noch wird die Ladestruktur für Elektroautos in Deutschland als unzureichend angesehen. Das gilt, obwohl 2020 mit über 25.000 öffentlichen Ladestation die Infrastruktur einen neuen Rekordwert erreichte. Es geht bei der Verkehrswende aber nicht nur um ausreichende Ladeplätze für E-Autos.
Strukturschwache Gebiete müssten zunehmend an öffentliche Nahverkehrsmittel angeschlossen werden, um dem Umstieg von der individuellen Mobilität auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern. Damit mehr Güter auf die Schiene kommen und von der Straße weg, hat die Bundesregierung umfassende Investitionsprogramme für den Ausbau der Schienenstruktur aufgelegt. Problematisch ist in diesem Bereich aber zurzeit, dass nicht ausreichend Arbeitskräfte für die Schienenprojekte zur Verfügung stehen. Involvierte Unternehmen suchen in großem Umfang nach Arbeitskräften. Ob zudem in Bereichen des Gütertransportes auch Fahrzeuge auf Wasserstoffbasis weiter Verbreitung finden, bleibt offen. Auch hier wäre eine eigene Infrastruktur nötig.
E-Auto ja oder nein
Verbraucher reagieren zurzeit auf das Angebot von elektrisch angetriebenen Autos noch verhalten. Zum 1. Juli 2021 betrug die Zahl der Neuzulassungen rund 440.000. Die E-Autos hatten damit einen Marktanteil von etwa 17 %. E-Auto sind noch verhältnismäßig teuer und viele potenzielle Käufer betrachten die Kapazität der Batterien als unzureichend. Gleiches gilt für die Lade-Infrastruktur. Wer hier nicht über die Möglichkeit verfügt, ein eigenes Ladegerät auf dem Grundstück zu installieren, ist auf öffentliche Ladestation angewiesen. Das Angebot reicht bei weitem noch nicht aus.
Wie sich die Preise für die Betankung mit Strom entwickeln werden, ist nicht abzusehen. Momentan steigen Strompreise allgemein nicht zuletzt wegen weiterer zusätzlicher Abgaben, die zur Finanzierung der Verkehrswende und der Energiewende erhoben werden. Zurzeit kann es keine klare Empfehlung dafür geben, ein E-Auto zu erwerben. Für den Kauf eines E-Autos sprechen ökologische Gesichtspunkte. Das gilt jedenfalls auf den ersten Blick. Experten sind sich noch nicht einig darüber, ob es sich bei einem E-Auto in jedem Fall um eine nachhaltigere Lösung für die Mobilität im Individualverkehr handelt. Hier wird es auch darauf ankommen, aus welchen Quellen der Strom bezogen wird. Aufgrund der engen Verknüpfung der Verkehrswende mit der Energiewende lässt sich noch nicht absehen, wie nachhaltig der Strom für die Ladestruktur der Elektromobilität tatsächlich erzeugt werden kann.
Hersteller kämpfen bei den E-Autos um verbindliche Standards beispielsweise bei den Anschlüssen an den Ladesäulen und der Ausgestaltung der Batterien. Verbraucher hören auch immer wieder von brennenden Autos, deren Batterien sich selbst entzündet haben. Ein brennendes E-Auto zu löschen, ist für die Einsatzkräfte der Feuerwehr heikles Problem. Auch diese müssen sich auf die veränderten Gegebenheiten im Zuge der Verkehrswende einstellen.
Vieles bleibt noch zu tun
Problematisch insbesondere für Stadt- und Verkehrsplaner sowie Hersteller von Fahrzeugen ist an der derzeitigen Situation, dass vieles in der Entwicklung noch sehr vage bleibt. Insbesondere die Hersteller von E-Fahrzeugen stehen unter dem Druck, mit eigenen Entwicklungen die Elektromobilität voranbringen zu müssen, ohne genau zu wissen, welche Standards in Zukunft wirklich gelten werden.
Noch immer ist außerdem nicht geklärt, ob die Elektromobilität die einzige und finale Lösung für die Verkehrswende sein wird oder nicht. Der Ausbau der Infrastruktur stellt nicht nur mit der Ladestruktur auf der Straße, sondern auch beim Schienenausbau Politik und beteiligte Unternehmen vor große Hürden. Zwar stehen derzeit die finanziellen Mittel für einen Ausbau von Schienen im Personen- und Güterverkehr zur Verfügung. Dafür wissen die beteiligten Unternehmen oft nicht, woher sie die vielen Arbeitskräfte nehmen sollen, um die Bauvorhaben in absehbarer Zeit durchführen zu können.
Abschließend ist dennoch ein gewisser Optimismus gerechtfertigt. So fordernd die Themen Energie- und Verkehrswende auch sein mögen, bieten sie in allen Bereichen große Chancen, die Mobilität zu optimieren und zukünftig in diesem Bereich ganz neue Entwicklungen anzustoßen. Es entstehen viele neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Betätigungsfelder. Bis eine klare Linie erkennbar wird, müssen sich alle Beteiligten noch etwas gedulden.
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