Autoreisen durch Europa: Was Autofahrer vor der Fahrt ins Ausland wissen sollten
Mit dem eigenen Auto durch Europa zu reisen bedeutet Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit. Spontane
Schwere Frachtgüter im drei- oder vierstelligen Tonnenbereich können in der Regel nicht ohne die richtige Planung nicht einfach so in einem LKW durch das Land transportiert werden. Schwer- und Großraumtransporte benötigen eine detaillierte und sorgfältige Planung, da auch in vielen Fällen spezielle Transportfahrzeuge eingesetzt werden.
Schwerlasttransport benötigt sorgfältige Vorbereitung und Planung
Transportgüter, welche die aktuellen zulässigen Gewichte und Abmessungen überschreiten, können ohne eine sorgfältige Planung und Vorbereitung nicht ohne Weiteres mit einem LKW zum Zustellort transportiert werden. Solche Transporte sind als Großraum- und Schwerlasttransporte klassifiziert und sind streng geregelt und müssen von den Verantwortlichen bis ins kleinste Detail geplant und vorbereitet werden. Außerdem werden bei solchen Transporten spezielle Fahrzeuge eingesetzt, um besonders massive und schwere Ladungen, wie beispielsweise Generatoren, Windkraftanlagen, Baumaschinen, Brückenteile oder riesige Gondeln zu transportieren. Bei Schwerlasttransporten wird in der Regel zwischen vier unterschiedlichen Klassen unterschieden, und zwar:
- Großraumtransporte
- Schwertransporte
- Großtransporte
- Langtransporte
In Deutschland dürfen LKWs inklusive ihrer Ladung die Breit von 2,55 Meter, die Höhe von 4 Meter und die Länge von 16,50 Meter nicht überschreiten. Außerdem darf ein LKW inklusive Ladung nicht mehr als 40 Tonnen wiegen. Falls Transportfahrzeuge diese Richtwerte überschreiten, müssen die Verantwortlichen spezielle Zulassungen und Genehmigungen einholen. Des Weiteren muss das Transportunternehmen bereits vorab einen Erlaubnisbescheid einholen.
Spezielle Transportfahrzeuge für schwere und massive Güter
Bei dem Einholen der erforderlichen Genehmigungen handelt es sich lediglich um den ersten Schritt, um den Schwertransport sorgfältig zu planen. Der wichtigste Aspekt ist allerdings die Wahl des geeigneten Transportfahrzeugs und der benötigten Transporthilfsmittel. Neben Seitenträger- oder Kesselbrücken, die dabei helfen, die Fracht abzustützen und zu stabilisieren, werden auch Tiefbettauflieger eingesetzt, die in der Lage sind Nutzlasten von bis zu 100 Tonnen zu transportieren. Darüber hinaus kommen auch modulare Plattformwagen von Scheuerle Fahrzeugfabrik GmbH zum Einsatz, die eine Achlast von bis zu 50 Tonnen aufnehmen können. Bei extrem schweren Ladungen weit über der 1000 Tonnen-Grenze, die von A nach B befördert werden müssen, kommen sogenannte Self Propelled Modular Transporter (SPMT) zum Einsatz. Bei diesen speziellen Transportern handelt es sich um selbst angetriebene Schwertransportfahrzeuge, die dank ihrer modularen Bauweise in der Lage sind, ihre Nutzlast gleichmäßig über mehrere Achsen zu verteilen und werden durch eine Power Pack Unit angetrieben. So ist es beispielsweise möglich, selbst Güter von bis zu maximal 15.000 Tonnen zu transportieren.
Transportweg sorgfältig inspizieren
Auch der sorgfältigen Planung der Transportstrecke kommt eine besonders wichtige Rolle zu, die keinesfalls unterschätzt werden sollte. Unter Umständen könnte es vorkommen, das für jeden Abschnitt spezielle Genehmigungen erforderlich sind, die der Verantwortliche für den Schwertransport jederzeit bei sich haben muss. Noch bevor die Güter transportiert werden können, muss die Transportstrecke festgelegt und bis in das kleinste Detail geplant werden. Ampeln, Stromleitungen, Brücken sollten im Idealfall mit Fotos dokumentiert werden. Falls es die Situation erfordert, müssen eventuell auch Stromleitungen abgestellt oder Verkehrsschilder und Ampeln demontiert werden. Dafür müssen selbstverständlich weitere Genehmigungen vom Ordnungsamt und anderen zuständigen Behörden eingeholt werden. Da Schwerlasttransporte eine extreme Belastung für die bestehende Infrastruktur darstellen, kommt es immer wieder vor, dass die Transportstrecke einige hunderte Kilometer lang ist und über etliche Umwege führt. Ein weiterer Faktor, der bei der Planung berücksichtigt werden sollte, ist die eingeschränkte Fahrzeit. So dürfen in Deutschland Großraum- und Schwertransporte nur von Montag 9 Uhr bis Freitag 15 Uhr oder nachts zwischen 22 und 6 Uhr morgens unterwegs sein.
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