E-Scooter: Für Autofahrer eine rollende Gefahr

Selbst bei nasskaltem Schmuddelwetter surren die elektrischen Tretroller durch die deutschen Innenstädte. Klar: Wasserabweisende Kleidung und ein paar warme Handschuhe machen es möglich. Die anfangs viel belächelte Trend-Bewegung ist längst etabliert und seit 2019 auch offiziell im deutschen Straßenverkehr zugelassen. Für Autofahrer sind E-Scooter jedoch ein ständiges Ärgernis


Selbst bei nasskaltem Schmuddelwetter surren die elektrischen Tretroller durch die deutschen Innenstädte. Klar: Wasserabweisende Kleidung und ein paar warme Handschuhe machen es möglich. Die anfangs viel belächelte Trend-Bewegung ist längst etabliert, und seit 2019 sind E-Scooter auch offiziell im deutschen Straßenverkehr zugelassen.

Besonders im Stadtverkehr erweisen sich die elektrisch angetriebenen Kleinstfahrzeuge als praktisch und beliebt. In deutschen Großstädten werden die Verkehrsteilnehmer auf E-Scootern jedoch oft als störend empfunden. Eine aktuelle Forsa-Umfrage unter Autofahrern im Auftrag von CosmosDirekt ergibt: Für 42 Prozent der Befragten sind unvorsichtige beziehungsweise rücksichtslose E-Scooter-Fahrer im Straßenverkehr ein ständiges Ärgernis.

Allein von Januar bis September 2020 kam es zu fast 1.600 Verkehrsunfällen mit E-Scootern in Deutschland. Wer in einer solchen Situation haftet, ist pauschal nicht immer zu sagen. "Bei einem Verkehrsunfall im fließenden Verkehr ist der E-Scooter-Fahrer gegenüber dem Autofahrer haftungsprivilegiert", sagt Frank Bärnhof, Versicherungsexperte bei CosmosDirekt.

Daher empfiehlt sich besondere Vorsicht, wenn E-Scooter in der Umgebung fahren. Bärnhof: "Sollte es doch zum Unfall kommen, muss der Autofahrer eindeutig nachweisen können, dass die Schuld beim Fahrer des E-Scooters liegt, um Schadensersatz zu erhalten." Denn bei E-Scootern greift die sogenannte "verschuldensunabhängige" Gefährdungshaftung, wie sie bei Kraftfahrzeugen üblich ist, nicht.

auch in VERKEHR

Anzeige

Videos