Rahmenbau per 3D-Drucker - Softwarehersteller CT baut 7-Kilo-Bike

Während der Lieferketten-Problematik waren Fahrradhersteller stark unterversorgt mit Bauteilen. Die ließen sich alternativ auch lokal im 3D-Drucker herstellen.

2Rahmenbau per 3D-Drucker - Softwarehersteller CT baut 7-Kilo-Bike
Fix ein Fixie: Von der Idee bis zur Fertigstellung des in Teilen im 3D-Drucker entstandenen Bikes sollen lediglich zwei Monate vergangen sein Foto: CoreTechnologie

In 3D-Druckverfahren schlummern Potenziale auch für die Fahrradindustrie. Einige davon zeigt die deutsche Software-Firma CoreTechnologie (CT) anhand eines teilweise in additiven Prozessen gefertigten Leichtbau-Fixies auf. Die entscheidenden Elemente sind im 3D-Drucker gefertigte Rahmenteile aus Aluminium, die als Verbindungsstücke für industriell gefertigte Carbonrohre dienen. Diese Rohre werden in die Verbindungsstücke gesteckt und verklebt - fertig ist der Hybridrahmen im Diamantformat.

Mit diesem Verfahren lassen sich Arbeitsschritte einer Carbonrahmen-Produktion vereinfachen und teilweise automatisieren. Unter anderem will CT mit seinen Fahrradprojekt aufzeigen, wie sich mit Hilfe seiner ,,4D_Additive"-Software komplexe Gebrauchsgegenstände unabhängig von Lieferketten schnell, einfach und lokal produzieren lassen". Laut CT reichten zwei Monate von der Idee bis zum fahrfertigen Prototyp. Das Design hat das CT-Team auf Basis einer vorhandenen Rahmengeometrie entwickelt und in 3D-Renderings optimiert.

Am Ende ist ein besonders leichtes Fahrrad entstanden. Auch Lenker und Sattelstütze sind aus Carbon, zudem wurde auf Gangschaltung oder Schutzbleche verzichtet. Entsprechend bringt der fahrbereite Einspur-Flitzer schlanke 7,1 Kilogramm auf die Waage.

auch in FAHRRAD

Anzeige

Videos