Autofahrer schludern beim Schulterblick

Das Abbiegen ohne Schulterblick gehört innerorts zu den häufigsten Unfallursachen. Der Gesetzgeber schreibt deshalb zumindest für neue Fahrzeugtypen von Lkw und Bussen ab Juli dieses Jahres den verpflichtenden Einbau eines Abbiegeassistenten vor. Doch nicht nur für diese Fahrzeuge wäre ein solches System eine gute Idee - das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von LeasingMarkt.de.

Autofahrer schludern beim Schulterblick
mid Groß-Gerau - Eine Umfrage verdeutlicht, dass das Unterlassen des Schulterblicks weitverbreitet ist. skitterphoto / pixabay.com


Das Abbiegen ohne Schulterblick gehört innerorts zu den häufigsten Unfallursachen. Der Gesetzgeber schreibt deshalb zumindest für neue Fahrzeugtypen von Lkw und Bussen ab Juli dieses Jahres den verpflichtenden Einbau eines Abbiegeassistenten vor. Doch nicht nur für diese Fahrzeuge wäre ein solches System eine gute Idee - das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von LeasingMarkt.de.

Denn die Umfrage verdeutlicht, dass das Unterlassen des Schulterblicks weitverbreitet ist: 19 Prozent verzichten beim Abbiegen zumindest "hin und wieder" auf die notwendige Rückschau. Weitere acht Prozent räumen ein, dass sie sogar "öfter" auf den Schulterblick verzichten bzw. diesen vergessen, vier Prozent verzichten "meistens" darauf und einer von hundert Autofahrern macht "nie" einen Schulterblick beim Abbiegen. Unter dem Strich kommen so (mit Rundungseffekten) 33 Prozent zusammen, die den Schulterblick beim Abbiegen in der Stadt vernachlässigen.

Auf der anderen Seite stehen lediglich 29 Prozent, die angeben, den lebenswichtigen Schulterblick bei "jedem" Abbiegevorgang zu machen und sich auch sicher sind, ihn niemals zu vergessen. Die meisten Autofahrer sortieren sich in die Gruppe derjenigen ein, die "selten" auf den Blick nach hinten verzichten - 37 Prozent geben das in der LeasingMarkt.de-Umfrage an. Frauen scheinen in Sachen Schulterblick etwas verlässlicher zu sein: 32 Prozent verzichten niemals darauf, aber nur 26 Prozent der Männer.

Auffällig ist, dass vor allem junge Autofahrer nachlässig beim Schulterblick sind: Fast jede/r Zweite (47 Prozent) unter 30 Jahren verzichtet hin und wieder oder öfter auf diese lebenswichtige Routine. In der Gruppe der Fahrer zwischen 30 und 39 Jahren sind es immer noch 42 Prozent, bei denen hin und wieder oder öfter der Schulterblick vergessen bzw. darauf verzichtet wird. Am verlässlichsten scheinen die Fahrer zwischen 40 und 49 Jahren zu sein: Nur ein Viertel (25 Prozent) verzichtet hin und wieder auf den Schulterblick. Die Generation 50-Plus liegt in Sachen Schulterblick im Mittelfeld: 30 Prozent der 50- bis 65-Jährigen verzichten hin und wieder beim Abbiegen darauf.

Gänzlich entspannt sind diejenigen unterwegs, die aufgrund eines bereits installierten Abbiegeassistenzsystems auf den Schulterblick verzichten. Dies sind laut Umfrage nur ein Prozent der fahrenden Bevölkerung.

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