Autoreisen durch Europa: Was Autofahrer vor der Fahrt ins Ausland wissen sollten
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Die Corona-Pandemie hatte 2021 positive Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Insgesamt sind 2.569 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 150 Todesopfer oder 6 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Corona-Pandemie hatte 2021 positive Auswirkungen auf den Straßenverkehr. Insgesamt sind 2.569 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 150 Todesopfer oder 6 Prozent weniger als im Vorjahr und 16 Prozent weniger als 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. Damit erreichte die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Zahl der Verletzten ging 2021 gegenüber 2020 zurück, und zwar um 2 Prozent auf rund 321.000 Personen
"Das sind gute Nachrichten!", sagte Marc-Philipp Waschke, Referent Verkehrssicherheit, Fahrerlaubnis und Fahreignung beim TÜV-Verband. Die niedrigen Unfallzahlen seien einer der wenigen positiven Nebeneffekte von Corona, so Waschke. Aber: "Die Pandemie ist kein Treiber für mehr Verkehrssicherheit und die Vision Zero. Um eine Rückkehr zum Unfallniveau vor Corona zu verhindern und die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken, bedarf es nachhaltiger Maßnahmen."
Zwar ist auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent gesunken. Doch schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer seien weiterhin stark gefährdet, sagte Waschke. "Um sie konsequent zu schützen, brauchen wir eine Infrastruktur, die folgenschwere Kollisionen verhindert beispielsweise durch gefahrlose Querungsmöglichkeiten und durchgängige Radwege, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten."
Automatisierte Fahrfunktionen und digitale Vernetzung haben das Potenzial, die Sicherheit im Verkehr weiter zu steigern. Aber die regelmäßige Überprüfung von Fahrerassistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen ist zwingend notwendig, um ihre korrekte Funktion dauerhaft über den Fahrzeuglebenszyklus sicherzustellen, betont der TÜV-Experte. "Um die Potentiale der digitalen Vernetzung effektiv zu nutzen, muss der Ausbau der digitalen Infrastrukturen mit modernen Breitbandnetzen entlang der Verkehrsnetze vorangetrieben werden", so Waschke.
Handlungsbedarf sieht der TÜV-Verband auch darin, Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss wirksamer zu verhindern. "Fahrer unterschätzen die Gefahren durch Alkohol, Drogen und Medikamente im Straßenverkehr auch heute noch. Dabei erhöhen diese Fahrer nicht nur das Unfallrisiko, sondern tragen auch in besonderem Maß zu Unfällen mit schweren Folgen bei. Eine MPU sollte daher bereits nach einer Trunkenheitsfahrt mit 1,1 Promille verpflichtend angeordnet werden", fordert Waschke.
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