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Dieselskandal - Wie betroffene Käufer von einer anwaltlichen Beratung profitieren

Dass mehrere namenhafte Autohersteller die Abgaswerte Ihrer Fahrzeuge mittels eines Softwareeingriffs manipulierten, mündete vor über sechs Jahren in dem Dieselskandal. Viele geschädigten Käufer versuchen auch heute noch, ihre Rechte auf Schadenersatz gegen die Autobauer durchzusetzen.

Gute Beratung und eine professionelle Unterstützung bietet ein Anwalt im Dieselskandal.

Dieselskandal - der aktuelle Stand

Der Dieselskandal beschäftigt die Automobilindustrie, die Gerichte und die betroffenen Käufer seit über sechs Jahren. Auch die Auswirkungen des Corona-Virus konnten die Klagewelle nicht stoppen.

Die wegen des Dieselskandals angerufenen Gerichte verzeichneten im Jahr 2020 insgesamt einen Eingang von über 30.000 Anzeigen. Und auch in diesem Jahr wurde schon oft der Rechtsweg bemüht, um im Abgasskandal die berechtigten Ansprüche durchzusetzen.

Ein Erfolg ist durchaus sichtbar. Denn in den vergangenen Jahren haben die Hersteller sich entweder mit dem Einzelkläger geeinigt oder nach einer Musterfeststellungsklage eine Entschädigungssumme gezahlt.

Welche Ansprüche auf Schadenersatz lassen sich gerichtlich durchsetzen?

Im Abgasskandal können die betroffenen Käufer ihre Schadenersatzansprüche aus verschiedenen Anspruchsgrundlagen ziehen. Zum einen kommt die Sachmängelhaftung des Autoherstellers zum Tragen. Dies bedeutet, dass die Autohersteller für alle Schäden aufkommen müssen, die ein betroffener Fahrer an einem Neuwagen feststellt.

Einem vom Dieselskandal betroffenen Fahrer steht auch das Recht zu, sich direkt an den Hersteller zu wenden und diesen wegen sittenwidriger Schädigung zu verklagen.

Schadenersatzforderungen können überdies auch mit einer Musterfeststellungsklage durchgesetzt werden.

Kommt eine Rückgabe des Fahrzeugs in Betracht?

Mit der Rückabwicklung des Kaufvertrages bekommt ein betroffener Käufer eine weitere Möglichkeit seine Ansprüche gegen den Hersteller durchzusetzen. Voraussetzung hierfür ist, dass an dem Fahrzeug ein Mangel vorliegt.

Nach § 434 BGB kann die Rückabwicklung des Kaufvertrages von einem betroffenen Käufer durchgesetzt werden, wenn die Kaufsache nicht der vereinbarten Beschaffenheit entspricht. Dies ist bei den Autoherstellern, die für den Dieselskandal verantwortlich sind, der Fall.

Die Rückabwicklung des Kaufvertrages bedeutet, dass dieser gar nicht zustande gekommen ist. Betroffene Käufer können den Kaufpreis zurückverlangen. Allerdings muss die Zeit bedacht werden, in welcher der Käufer das Fahrzeug gefahren hat. Wurden bisher nur wenige Kilometer gefahren, ist die Aussicht auf vollständige Rückerstattung des Geldes sehr hoch.

Wann verjähren die Ansprüche?

Aus den unterschiedlichen Anspruchsgrundlagen ergeben sich in der Regel auch unterschiedliche Verjährungsfristen.

Bei der Sachmängelhaftung sieht der Gesetzgeber eine Verjährungsfrist von zwei Jahren vor. Die Frist beginnt, sobald dem Käufer das Fahrzeug übergeben wurde. Aufgrund der Ansprüche, die in Bezug auf den Dieselskandal geltend gemacht werden können, kann eine gute anwaltliche Beratung dazu führen, dass der Schadenersatz auch noch nach dem Ende der regulären Verjährungsfrist durchgesetzt werden kann.

Hoffnung macht insbesondere das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), der mit seiner Auffassung zu den Verjährungsfristen die Rechte der betroffenen Käufer stützt.

Zusätzliche Stärkung durch ein neues BGH-Urteil

Mit seinem aktuellen Urteil hat der BGH sich auf die Seite der Kläger gestellt. Nach diesem Richterspruch brauchen betroffene Käufer, die sich einer Musterfeststellungsklage anschließen, nicht zu befürchten, dass ihre Ansprüche verjähren. Professionelle Unterstützung bietet die gute Beratung eines Anwalts.

Auch das Oberlandesgericht Frankfurt hat am 20. Mai 2021 ein verbraucherfreundliches Urteil gefällt. Weil die Kläger neue Beweise vorbringen konnten, die die Manipulationsvorwürfe unterstützen, fiel der Richterspruch hier zu Gunsten der betroffenen Käufer aus.

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