Fahrrad

Kinderhelme: Sicher - aber mit Einschränkungen

Der richtige Helm darf nicht fehlen, damit Kinder auf dem Fahrrad sicher durch den Verkehrsalltag kommen. Der ADAC hat jetzt zusammen mit der Stiftung Warentest elf Kinder- und acht Kleinkinderhelme durch ein hartes Testprogramm geschickt.


Der richtige Helm darf nicht fehlen, damit Kinder auf dem Fahrrad sicher durch den Verkehrsalltag kommen. Der ADAC hat jetzt zusammen mit der Stiftung Warentest elf Kinder- und acht Kleinkinderhelme durch ein hartes Testprogramm geschickt. Im Schnitt gibt es gute Noten für die Sicherheit, aber auch erhebliche Einschränkungen in anderen Bereichen.

Knapp die Hälfte der 19 getesteten Helme erhielt die Note "gut". Zwei sind für kleine Kinderköpfe gefährlich groß. Das Hauptproblem bei fast allen: In der Dunkelheit sind sie schlecht zu erkennen. Bei den Helmen für etwa Zehnjährige schneidet der Cratoni Akino für 35 Euro am besten ab. Auf dem zweiten Platz landet der gleich teure Bell Sidetrack Child. Letztplatzierter ist der Abus Scraper Kid für 40 Euro, dessen Gurte mit dem Schadstoff Naphthalin belastet sind. Der Fisher FZ-018 für 25 Euro verformt sich bei 75 Grad, außerdem kann sein Verstellring bei einem Sturz den Hinterkopf verletzten.

Kleinkinderhelme sind für die Kopfgröße von etwa Dreijährigen gedacht. Hier sind der Nutcase Little Nutty für 60 Euro, der Abus Anuky für 40 Euro und der gleich teure Alpina Ximo Flash bei Unfallschutz und Handhabung am überzeugendsten. O'Neal Dirt Lid Kids (40 Euro) und Melon Urban Active (65 Euro) weichen laut ADAC "erheblich vom ausgewiesenen Kopfumfang ab". Sie sitzen auf kleinen Köpfen zu locker und fallen bei der Abstreifprüfung durch. Beim Melon fanden die Tester deutliche Mengen an Naphthalin im Gurt, beim Giro Scamp Mips für 60 Euro hohe Mengen in den Polstern. Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

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