ADAC: Fahrradverleih-Systeme noch nicht perfekt

Eben schnell mal ein Fahrrad ausleihen - die Idee ist gut, die Umsetzung in den deutschen Großstädten aber nicht immer. Das ergab ein Test des ADAC von 15 Angeboten an elf Standorten. Insgesamt fielen die Noten aber positiv aus.


Eben schnell mal ein Fahrrad ausleihen - die Idee ist gut, die Umsetzung in den deutschen Großstädten aber nicht immer. Das ergab ein Test des ADAC von 15 Angeboten an elf Standorten. Insgesamt fielen die Noten aber positiv aus.

Die ADAC-Spezialisten vergaben fünfmal die Note "sehr gut", sechs Systeme waren "gut" und vier bekamen ein "ausreichend". An die Spitze setzte sich Call a Bike Berlin, weil die Stationen gut zu erkennen waren und sich die komfortablen Räder in einem guten Zustand befanden. Auf dem letzten Platz landete Nextbike Berlin, das zwei verschiedene Betriebsgebiete innerhalb ein- und desselben Systems anbietet. "Das Fahrrad zurückgeben konnte man aber nur in dem Gebiet, in dem man es auch entliehen hat", kritisiert der ADAC.

Technisch waren die Leihfahrräder meist in Ordnung. Die größten Defizite konstatierten die Tester bei der mangelhaften Verknüpfung mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Bei mehr als einem Fünftel der Haltestellen im Test war kein Leihfahrrad im Umkreis von 300 Metern aufzutreiben. Die Wege zu Verleihstationen in der Nähe von Haltestellen waren so gut wie nirgends ausgeschildert. Vielerorts fehle es an der Bereitschaft der Politik oder Verwaltung, Genehmigungen für neue Standorte zu erteilen. Fazit des ADAC: "Das ideale System findet sich derzeit noch nirgends."

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