Stealth Electric Bikes - Ein Rad für Grenzgänger

Fahrräder sind umweltfreundliche Fortbewegungsmittel die der körperlichen Ertüchtigung und damit der Gesundheit dienen. E-Bikes helfen gerne auch älteren Menschen dabei, sich strampelnd fortzubewegen. Sie können aber auch ganz anders.

Wer E-Bikes für seniorengerechte Fahrräder hält, hat noch keines von Stealth gesehen. Die martialisch anmutenden Räder des australischen Unternehmens verwischen die Grenze zwischen Fahrrad und Motorrad und so ohne weiteres darf man damit in Deutschland auch nicht auf die Straße. Die Bikes mit dem kantigen Rahmen, der den Akku enthält, sind nämlich zu schnell für hiesige Pedelec-Kategorien. Bis zu 80 km/h rennt das Top-Modell B52. Ein S-Pedelec dürfte maximal 45 km/h erreichen. Auch das kleinere F-37 ist mit 60 km/h zu schnell für die Straßenverkehrsordnung.

Die jetzt auf der IAA gezeigten Stealth-Bikes haben einen Gasgriff, der auch die Fortbewegung ganz ohne Pedalkraft erlaubt. Fahren darf man sie beispielsweise als Ersatz für Motocross-Motorräder im Gelände, auf Privatgrundstücken und natürlich in Staaten mit anderen Verkehrsregeln. Während Pedelec-Antriebe 250 oder 500 Watt Leistung haben, zieht der Motor von B 52 - benannt übrigens nach dem ehemaligen amerikanischen Langstreckenbomber - 5.200 Watt aus einer 1,5 kWh-Batterie. Die wiederum ist in zwei Stunden an einer Haushaltssteckdose aufzuladen. Das erklärt auch den Preis: Knappe 10.000 Euro kostet der Spaß.

Die Kraftübertragung erfolgt beim Modell B 52 mittels eines sequentiellen Neunganggetriebes. Alternativ gibt es im H 52 auch einen sogenannten Direktantrieb. Das Anfahrdrehmoment ist so hoch, dass der Hersteller ein Fahrermindestgewicht von 73 Kilo fordert. Damit man sich beim Start nicht überschlägt.

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