Jeder zweite Großstädter fährt mit seinem Fahrrad einkaufen

Fahrräder sind vor allem in Großstädten beliebt. Bei einer neuen Umfrage kam heraus, dass sich Stadtbewohner deutlich häufiger aufs Velo schwingen als Leute aus ländlichen Gegenden.


Fahrräder sind vor allem in Großstädten beliebt. Bei der forsa-Studie "Fahrradnutzung in Deutschland" kam heraus, dass sich Stadtbewohner deutlich häufiger aufs Velo schwingen als Leute aus ländlichen Gegenden. Wer radelt, verliert keine Zeit etwa durch lästige Parkplatzsuche, kommt auch im Stau gut voran. Kein Wunder, dass das Rad vor allem in Metropolen ein beliebtes Fortbewegungsmittel ist.

22 Prozent von ihnen steigen täglich aufs Fahrrad, besagt die von CosmosDirekt in Auftrag gegebene Umfrage. In München ist der Drahtesel sogar für 33 Prozent der Befragten Alltagsfahrzeug, in Berlin für 29 Prozent und in Hamburg für 27 Prozent der Radler. Jeder zweite Großstädter (47 Prozent) nutzt sein Fahrrad zum Einkaufen - im Bundesdurchschnitt sind es 42 Prozent. Während jeder vierte Radfahrer in Deutschlands Metropolen (26 Prozent) zur Arbeit radelt, nutzen in den kleineren Städten und Ortschaften für diesen Weg durchschnittlich 20 Prozent das Zweirad.

Bei den Gründen, die für das Radfahren sprechen, sind sich die Deutschen fast einig: Bundesweit steht mit 72 Prozent Spaß auf Platz eins; es folgen Fitness (67 Prozent) und frische Luft (66 Prozent). Unterschiede gibt es in puncto Umweltschutz: Während bundesweit 47 Prozent der Umwelt zuliebe mit dem Rad fahren, sind es in den Großstädten 56 Prozent.

Mit den Verkehrsregeln nehmen es deutsche Fahrradfahrer eher nicht so genau. Bundesweit sagt ein Fünftel (19 Prozent), dass sie sich häufig nicht an die Straßenverkehrsordnung (StVO) halten, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Bei den radelnden Großstädtern gaben sogar 29 Prozent diese Antwort.

Um ihr Fahrrad vor Diebstahl zu schützen, stellen es 76 Prozent der deutschen Radfahrer in einem eigenen, abschließbaren Abstellraum ab. In den Großstädten tun dies dagegen "nur" 68 Prozent. Möglicherweise werden aus diesem Grund in den Metropolen häufiger Fahrräder gestohlen: 37 Prozent der Großstädter gaben an, schon mindestens einmal Opfer eines Fahrraddiebstahls geworden zu sein. Deutschlandweit sind es 27 Prozent.

Bundesweit hat jeder zweite Fahrradbesitzer (51 Prozent) eine Versicherung gegen Diebstahl abgeschlossen (in Großstädten 52 Prozent). Insbesondere in Hamburg schützen "Velophile" ihre Zweiräder - dort haben 57 Prozent ihr Gefährt versichert. Jeder fünfte Radbesitzer (20 Prozent) geht noch weiter und hat sein Fahrrad beim Händler oder der Polizei registrieren lassen. Auch hier sind die Hamburger am vorbildlichsten: 22 Prozent fahren ein registriertes Gefährt, in München sind es 14 Prozent und in Berlin 13 Prozent der Radler.

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