Norton Atlas und Atlas GT - Kurs auf neue Horizonte
SP-X/Solihull. Die Traditionsmarke Norton bereitet den Neustart mit zwei komplett neuen Modellfamilien vor. Neben
Viele Motorräder werden dieser Tage aus dem Winterschlaf erweckt. Wichtig ist dabei vor allem die Überprüfung von Technik und Zustand. Das gilt auch für die Kleidung.
Das schöne Wetter der vergangenen Tage sorgt bei vielen Bikern für das berüchtigte Kribbeln in der Gashand. Wer diesen Impuls verspürt, sollte sich allerdings nicht spontan auf die eingemottete Maschine setzen und losfahren. Vielmehr empfiehlt sich ein sorgsames Erwecken des Motorrads, um sicher in die neue Saison zu starten.
Zunächst sollte eine optische Prüfung erfolgen. Haben sich Teile gelöst? Sind Spiegel und Anbauteile unversehrt? Wichtig ist auch ein Reifencheck. An diesen dürfen sich keine Beschädigungen zeigen. Besonderes Augenmerk gilt Rissen oder anderen Blessuren an den Flanken. Ebenfalls kontrolliert werden muss der Luftdruck. Der für das Motorrad vorgeschriebene Wert steht in der Betriebsanleitung, bei zehn Jahre alten oder älteren Bikes sollte man aber lieber beim Reifenhersteller nachfragen, ob die Empfehlung noch aktuell ist.
Wichtig ist außerdem der Blick auf die Profiltiefe. Der Gesetzgeber verlangt mindestens 1,6 Millimeter, Experten wie die Sachverständigen-Organisation KÜS empfehlen hingegen mindestens 3 Millimeter. Auch wenn die Reifen einen optisch guten Eindruck hinterlassen: Sind sie älter als sechs Jahre, ist ein Wechsel ratsam. Beim Kauf neuer Pneus ist darauf zu achten, dass diese den Vorgaben in den Fahrzeugpapieren entsprechen. Andere Fabrikate bedürfen der Freigabe durch den Hersteller. Wer andere als die genehmigten Größen wünscht, braucht entweder ein Teilegutachten oder eine Einzelbegutachtung.
Ebenfalls sollte der Frühjahrs-Check eine Kontrolle der Felgen umfassen, denn Beschädigungen an diesen können Unwuchten und damit ein gefährliches Fahrverhalten provozieren. Auch der für ein tadelloses Fahrverhalten wichtige Rahmen sollte keine Blessuren aufweisen.
Etwas genauer schauen sollte man außerdem auf die Bremsen. Ist das Bike aufgebockt, lassen sie sich leicht auf Rost oder Schäden untersuchen. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Verschleißmarken der Bremsbelege. Helfen kann dabei eine Taschenlampe. Wirkt die Stärke der Belege augenscheinlich gering, sollten diese zeitnah getauscht werden. Pro Rad werden alle Belege gewechselt. Zum Bremsencheck gehört auch die Kontrolle der Bremsflüssigkeit. Ein Austausch ist spätestens nötig, wenn die Flüssigkeit nicht mehr gelb, sondern braun wirkt.
Bei einem aus dem Winterschlaf geholten Motorrad ist außerdem die Kontrolle des Motoröls Pflicht. Die mit Öl gefüllten Dämpfer müssen ebenfalls dicht sein, um einwandfrei arbeiten zu können. Lohnend ist zudem ein Blick auf Gelenke und Seilzüge, die freigängig und gut gefettet sein sollten. Während Winterpausen kann es hier zu Verharzungen kommen.
Eine gut gereinigte und gefettete Kette mit einem Spiel von zwei Fingerbreit - wenn der Fahrer auf dem Motorrad sitzt - kann möglicherweise viel Ärger während der Saison ersparen. Beim Bewegen des Lenkers von Endanschlag zu Endanschlag lassen sich Mängel im Lenkverhalten, wie Rastpunkte oder unterschiedliche Einschlagwinkel, erkennen.
Vor dem ersten Start des Motors wird noch die Batterie geprüft. Stimmen Wasserstand und Spannung? Falls nicht, müssen die Kammern mit destilliertem Wasser nachgefüllt und die Batterien geladen werden. Wer sich eine Einschätzung nicht zutraut, kann zu einer Werkstatt oder einer Prüfstelle gehen. Empfehlenswert ist zudem eine Reinigung der Batterie-Pole sowie der Kontaktklemmen. Vor dem Einsetzen der im Herbst abgeklemmten Batterie ist ein Einfetten der Pole ratsam, was Rostbildung an diesen verhindert. Schließlich müssen Licht, Hupe und die restliche Elektrik funktionieren. Auch eine Prüfung von Kupplungs- und Seitenständerschalter empfiehlt sich. Der Seitenständer sollte leichtgängig aus- und wieder einklappen.
Hat das Motorrad den Fitness-Check bestanden, sollte man an sich selbst denken. Die richtige, unbeschädigte Schutzkleidung ist besonders wichtig. Passt sie noch, sollte man es nach der Winterpause erst einmal langsam angehen lassen. Ist das Helmvisier verkratzt, sollte es getauscht werden. Nach der kurzen Kontrollfahrt kann dann der große Ausritt folgen.
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