Automobilproduktion

Daimler will mit Elektroautos in die Gewinnzone fahren

Wenn es ums Geldverdienen geht, fahren Elektroautos noch deutlich hinterher. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Daimler beispielsweise geht davon aus, frühestens in etwa sieben Jahren mit stromgetriebenen Fahrzeugen so profitabel wie mit Verbrennermodellen zu sein.


Wenn es ums Geldverdienen geht, fahren Elektroautos noch deutlich hinterher. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Daimler beispielsweise geht davon aus, frühestens in etwa sieben Jahren mit stromgetriebenen Fahrzeugen so profitabel wie mit Verbrennermodellen zu sein.

"Wir rechnen für 2025 mit einem Anteil von 15 bis 25 Prozent rein elektrischer Fahrzeuge. Dann sollte klar sein, dass der Antriebsstrang eines Elektrofahrzeugs bei der Marge auf einem Niveau mit dem Verbrennungsmotor ist", sagte Jochen Hermann, Entwicklungsleiter für die Elektromobilität bei Daimler, der Branchenzeitung Automobilwoche. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte auf der Hauptversammlung Ende März 2018 noch gesagt: "Elektroautos sind gut für das Image, aber nicht für die Rendite."

Bis 2022 will Daimler mehr als zehn rein elektrische Modelle auf den Markt bringen. "Da sind natürlich auch schon Modelle drin, bei denen wir die nächsten Schritte bei den Kosten gemacht haben", so Hermann weiter. Das Anfangsniveau der Fertigungs- und Materialkosten seien immer eine Herausforderung. Allein in die Batterieproduktion in Kamenz habe Daimler 2017 rund 500 Millionen Euro investiert. Zudem sei die Zahl der Lieferanten bei neuen Technologien zunächst begrenzt. Hermann: "Es fällt einem nicht in den Schoß, die Profitabilität dort hinzubekommen, wo die klassischen Antriebe schon sind, aber das ist der Anspruch."

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