Flugverkehr

Ryanair mit Rekordverlust

Bislang kannten Billigflieger nur eine Richtung. Und die ging steil nach oben. Doch in der Corona-Krise sind viele Airlines in arge Turbulenzen geraten. Dazu gehört auch Ryanair.

Ryanair mit Rekordverlust
mid Groß-Gerau - Auf dem Boden der Tatsachen: Die Zeit der Höhenflüge ist auch für Ryanair vorbei. pixabay.com


Bislang kannten Billigflieger nur eine Richtung. Und die ging steil nach oben. Doch in der Corona-Krise sind viele Airlines in arge Turbulenzen geraten. Dazu gehört auch Ryanair. Denn Europas größter Billigflieger hat im Geschäftsjahr 2020/2021 ein Minus von 815 Millionen Euro eingeflogen. Einen so großen Verlust hat das Unternehmen noch nie gemacht. Im Vorjahr hatte der Gewinn bei fast 650 Millionen Euro gelegen.

"Es ist besser als wir prognostiziert hatten, aber noch immer ein traumatischer Verlust für eine Airline, die konstant profitabel war in ihrer 35-jährigen Geschichte", sagt Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Die irische Fluggesellschaft bekräftigte aber ihre Prognose, dass die Passagierzahlen im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich am unteren Ende einer Spanne von 80 bis 120 Millionen liegen werden. Im Quartal von April bis Juni 2021 erwartet das Unternehmen fünf bis sechs Millionen Fluggäste.

Im Geschäftsjahr bis Ende März 2021 beförderte das Unternehmen insgesamt 27,5 Millionen Passagiere. Das entspricht einem Minus von mehr als 80 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Aber damit sollte der Tiefpunkt erreicht sein, heißt es.

Aus der Sicht von Experten hat Ryanair besonders günstige Voraussetzungen für eine schnelle Erholung, da der Billigflieger keine Langstreckenflüge mit Geschäftsreisenden im Programm hat - anders als Airlines wie Lufthansa oder Air France KLM. Und besonders dieses Segment könnte auch nach der Pandemie angesichts der digitalen Konferenzmöglichkeiten nicht auf das Ursprungsniveau zurückkehren. Vielleicht geht es dann auch für Ryanair wieder steil nach oben.

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