Continental: Bus-Unternehmer und Speditionen sparen oft an Winterreifen

Sparen am falschen Ende: Busunternehmer und Speditionen müssen ihre Fahrzeuge laut Gesetz nur an der Antriebsachse mit Winterreifen ausstatten. Und viele Unternehmer geben sich mit dieser Minimallösung auch zufrieden, obwohl Winterreifen an allen Achsen bei nass-kaltem Wetter mehr Sicherheit bieten.


Sparen am falschen Ende: Busunternehmer und Speditionen müssen ihre Fahrzeuge laut Gesetz nur an der Antriebsachse mit Winterreifen ausstatten. "Leider geben sich noch immer Speditionen und Verkehrsunternehmen mit dieser Minimallösung zufrieden", sagt Marko Multhaupt von Reifenhersteller Continental. "Für optimale Traktion und hohe Fahrsicherheit auch auf nasskalten oder vereisten Fahrbahnen empfehlen wir, Lkw und Busse für die kalte Jahreszeit an allen Achsen auf Winterreifen umzurüsten."

Einer, der in seinem Unternehmen ganz auf Nummer sicher fährt, ist Egon Hecker, Bus-Unternehmer aus dem hessischen Liebenau und Chef von über 15 Linien- und Reisebussen. Lange bevor das Thema Winterreifen für Reisebusse gesetzlich geregelt wurde, rüstete er alle seine Fahrzeuge ab Oktober damit aus. "Dann sind meine Fahrer gewappnet, wenn über Nacht der Winter kommt oder am frühen Morgen irgendwo Blitzeis auftritt", sagt der Firmen-Chef, der sich seiner Verantwortung für Reisegruppen und den Schülertransport bewusst ist. "Die Fahrzeuge bleiben mit Winterreifen besser in der Spur, bremsen bei Schnee und Eis deutlich schneller als mit Sommerreifen und lassen sich besser lenken."

Seit rund einem Jahr fährt die Firma damit das Profi-Eishockeyteam der Kassel Huskies sicher zu ihren Auswärtsspielen. Und das vor allem in der kalten Jahreszeit. Fast 1.200 Kilometer reisen die Profis im Luxusbus für ein einziges Spiel. 600 Kilometer von Kassel bis nach Garmisch-Partenkirchen oder Rosenheim und nachts direkt nach dem Spiel wieder 600 Kilometer zurück. "Das Thema Sicherheit und unsere komfortable Busflotte haben letztlich den Ausschlag für den Auftrag gegeben", ist sich Egon Hecker sicher.

Und auch in anderen Fällen wird der kleine Kostenfaktor Reifen schnell zum großen Wettbewerbsvorteil: "Wenn wir zu Klassenfahrten starten, dann gehen immer einige Eltern um den Bus und schauen sich die Reifen ganz genau an. Wenn man dann nicht die richtigen Reifen aufgezogen hat, kann es zu unerfreulichen Diskussionen kommen", sagt Sohn Martin, der als dritte Generation im Unternehmen Hecker tätig ist.

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