Tanken wieder etwas teurer
Gegenüber der Vorwoche haben sich die Preise an den Zapfsäulen weiter nach oben bewegt. Nach aktueller Auswertung
E-Auto-Fahrer sind aktuell genervt von hohen Roaming-Gebühren. Lkw könnten es künftig besser haben.
Die Infrastruktur für E-Lkw soll wachsen Foto: Daimler Truck
Der Elektro-Lkw soll beim Fahrstromladen an der Autobahn nicht in die Roaming-Falle fahren. Statt des vom E-Pkw bekannten intransparenten Tarifsystems plant die Nationale Leitstelle Elektromobilität für den Güterverkehr ein sogenanntes Durchleitungsmodell. Speditionen können dann an allen öffentlichen Ladesäulen ihren eigenen Stromvertrag nutzen, unabhängig vom jeweiligen Ladesäulenbetreiber. Dieser soll durch ein Infrastrukturentgelt ebenfalls auf seine Kosten kommen.
Bekannt ist das Durchleitungsmodell vom Haushaltsstrom-Markt. Kunden sind mit ihrem Stromvertrag dort nicht an den örtlichen Lieferanten gebunden. Die Übertragung auf die Lkw-Ladestationen soll vor allem Preiswucher verhindern, erhöht aber auch Transparenz und Kostenkontrolle. E-Auto-Fahrer leiden aktuell stark unter teils sehr hohen Roaming-Aufschlägen, wenn sie an Säulen laden, die nicht direkt von ihrem E-Mobilitätsprovider betrieben werden. Neben dem Nutzen des eigenen Stromvertrags sollen an Lkw-Ladesäulen auch das Ad-hoc-Laden sowie das Laden über einen eigenen Fahrstromvertrag möglich sein. Beide Modelle kennt man auch vom E-Pkw.
Die Ausschreibung für die Ladeinfrastruktur an zunächst rund 130 unbewirtschafteten Rastplätzen könnte noch im laufenden Jahr starten. Die für 220 bewirtschaftete Raststätten soll folgen.
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