Geplante Autobahnen und Bundesstraßen - Zwei Drittel unwirtschaftlich

Die Bundesregierung hat zuletzt vor rund zehn Jahren die Kosten und Nutzen neuer Straßen durchgerechnet. Seitdem hat sich einiges geändert, sagt eine Studie.

Geplante Autobahnen und Bundesstraßen - Zwei Drittel unwirtschaftlich
Die Mehrheit der geplanten Autobahn-Neubauten in Deutschland sind laut einer Studie ,,Transport & Environment" und Greenpeace unwirtschaftlich Foto: SP-X

Zwei von drei geplanten Bundesstraßen und Autobahnen sind einer Studie zufolge unwirtschaftlich. Die zu erwartenden Bau- und Umweltkosten würden den gesellschaftlichen Nutzen weit übersteigen, so eine Studie der Umweltschutzorganisationen ,,Transport & Environment" und Greenpeace. Von den 1.045 bewerteten Projekten trifft das den Berechnungen zufolge auf 665 zu.

Die Studie nimmt für sich in Anspruch, aktuellere Zahlen und Werte zu nutzen als die knapp zehn Jahre alte Kosten-Nutzen-Analyse des Bundesverkehrsministeriums. Diese sieht bereits rund 115 der über tausend Vorhaben als unwirtschaftlich an. Seitdem sind die Kosten für Rohstoffe und Verkehr den Umweltschützern zufolge stark gestiegen. Zudem müssten die Kosten für CO2-Schäden und die Folgen des zusätzlichen Verkehrs stärker einfließen. Der Gewinn an Reisezeit werde von der Regierung zudem systematisch überbewertet. Als Beispiele für unwirtschaftliche Strecken nennt die Studie den Weiterbau der A20 durch Moor- und Naturschutzgebiete, die geplante A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg sowie den achtspurigen Ausbau der A8 bei München.

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