Bosch setzt auf Quantensensoren - Miniaturisierung für Mobilität und Medizin

Kameras und andere Sensoren sind schon heute erstaunlich klein. In Zukunft sollen sie noch winziger werden.

Bosch setzt auf Quantensensoren  - Miniaturisierung für Mobilität und Medizin
Quantensensoren sind so klein, dass sie auf eine Platine passen Foto: Bosch

Der Technologiekonzern Bosch will ein führender Anbieter von Quantensensoren werden. Diese sollen besonders klein, flexibel einsetzbar und kostengünstig sein. Ziel ist die Integration auf einem Chip.

In den kommenden zwei Jahren will Bosch mit ersten Pilot-Kunden aus den Branchen Mobilität und Medizin an Anwendungen für die neuartige Technik arbeiten. Als mögliches Einsatzfeld im Verkehrsbereich gilt die Navigation - Quantensensoren messen das Erdmagnetfeld und sollen so eine bessere Orientierung ermöglichen als die heute üblichen satellitengestützten Systeme. Das könnte vor allem beim autonomen Fahren nützlich sein. Auch bei der Messung des Batterie-Ladestands sind sie präziser als aktuelle Verfahren.  Hinzu kommen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Medizin, vor allem bei der körpernahen Überwachung von Gesundheitsdaten zuhause oder in der Klinik.

Bosch sieht für die Technik ein großes Marktpotenzial. Für die Mitte der kommenden Dekade erwarten die Stuttgarter jährlich einen Umsatz in Höhe eines mittleren einstelligen Milliardenbetrags. Allein das Zukunftsthema Brain-Computer Interface (BCI), ein mögliches Anwendungsfeld für Quantensensoren, werde sich langfristig auf jährlich über fünf Milliarden US-Dollar belaufen.

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