Tanken wieder etwas teurer
Gegenüber der Vorwoche haben sich die Preise an den Zapfsäulen weiter nach oben bewegt. Nach aktueller Auswertung
Fortschritt ist relativ. Und nicht jede tolle Idee wird auch gleich als solche erkannt. Wir selbst tun uns manchmal auch schwer, sind aber grundsätzlich lernwillig.
Sonst noch was? Foto: SPX
Wer hätte das gedacht? Jeder vierte Autofahrer ist zumindest mehr als ein bisschen misstrauisch, was die Funktionsfähigkeit der Assistenzsysteme im Auto angeht. Und wenn man den Assistenten kein volles Vertrauen entgegenbringt, dann muss man halt die Assistenten stets im Blick behalten. So agieren zumindest fünf Prozent der Befragten einer aktuellen Dekra-Studie. Volles Vertrauen in die Technik haben vor allem junge Männer zwischen 18 und 34 Jahren. Klar, die fahren mit etwas elektronischer Hilfe ja einfach besser.
Bekrittelt wurde von 90 Prozent der Befragten die Bedienung, vor allem, wenn das Auto ein Mietwagen war. Dabei lesen wir in fast jeder Beschreibung moderner Autos mit noch moderneren Tatschpads das Wort ,,intuitiv" wenn es um die Bedienung geht. Das macht auch uns schon ein wenig misstrauisch. Als Reinsetzen und Losfahren noch einfach so ging, war es jedenfalls nicht nötig, dafür ein eigenes Adjektiv zu bemühen.
In der Welt der Entwickler heißt aber ,,intuitiv bedienbar" wahrscheinlich nur, dass man ohne Benutzung des Handbuchs im Menü die richtige Ebene zur Auswahl des Radiosenders oder hilfsweise der Klimaanlage findet. Das klappt, unserer bescheidenen Erfahrung nach, bei den allermeisten Autos im Stand ziemlich gut. Während der Fahrt ist es eher ratsam, die Sprachsteuerung zu nutzen, die einen mit etwas Glück auch versteht. Und zwar leider umso besser, je mehr sie von Apple, Amazon oder Google kommt. Das wiederum lernen immer mehr Autohersteller und öffnen ihre Bordelektronik für Siri, Alexa und ihre Freunde. Das scheint dann diese ,,Vernetzung" zu sein, von der wir immer hören.
Aber die ist ja auch wichtig, denn wie wir aus der aktuellen JD-Power Kundenzufriedenheitsstudie in den USA lernen, nutzen schon knapp die Hälfte der Autofahrer deutlich lieber Siri und Alexa, um die innovativen Infotainmentsysteme im Auto zu bedienen, als über die vom Hersteller entwickelten, intuitiv bedienbaren Oberflächen zu gehen. Vor drei Jahren bevorzugten noch 70 Prozent die Originalbedieneinheiten. Überhaupt sank erstmals die Kundenzufriedenheit mit bis zu drei Jahre alten Autos, eben vor allem wegen der komplizierten Infotainmentsysteme.
Das ficht die Industrie aber bislang nicht an. Neuerdings werden die bildwiedergebenden Bedienflächen, vulgo Displays, und ihre immer größeren Querschnitte gerne auch damit begründet, dass man ja während der Wartezeit beim Stromtanken darauf Videos gucken oder arbeiten könne, hilfsweise sogar mit Kamera für die allfälligen Videokonferenzen.
Das ist eine nahezu brillante Idee, weil die Menschen, die in so einem Auto unterwegs sind, wahrscheinlich gar kein Geld mehr haben, um Video zu gucken oder gar auf ein eigenes iPad zurückgreifen zu können. Wobei die Arbeitsbegründung schon etwas an den Resthaaren herbeigezogen klingt, wenn die gleichen Hersteller an den Ladestationen Lounges einrichten, wo man zum Arbeiten auch noch einen Kaffee bekommt. Den spuckt das Riesendisplay im Auto nämlich noch nicht aus. Und bevor dass jetzt jemand als Entwicklungsauftrag begreift: Bitte nicht! Sonst noch was? Nächste Woche wieder.
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