Tanken wieder etwas teurer
Gegenüber der Vorwoche haben sich die Preise an den Zapfsäulen weiter nach oben bewegt. Nach aktueller Auswertung
Was haben Barbie, Ken und die Bahn gemeinsam? Wer jetzt an schienengebundenen Verkehr denkt, liegt falsch.
Sonst noch was? Foto: SP-X
Wir haben den neuen Barbie-Film noch nicht gesehen, können aber natürlich mitreden. Und zwar, was das Liebesleben der Protagonisten und anderer geschlechtsreifer Großstädter und Landbewohner angeht. Barbie und Ken kennen sich diesbezüglich nicht so besonders aus. Barbie weiß zum Beispiel nicht, was denn passieren würde, wenn Ken denn doch mal bei ihr übernachten dürfte. Tja, was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß. Und die Barbie-Erfinder von Martell waren einerseits in Sachen prüdes Amerika auf einer Wellenlänge mit Disney, andererseits ihrer Zeit voraus. Wenn Ken und Barbie mit dem pinken Cabrio rumfahren, läuft nämlich schon allein der Autofarbe wegen - nichts.
Das jedenfalls legt die aktuelle Untersuchung einer Tankstellenkette nahe, die herausfinden wollte, auf welche Sorte Auto die paarungswillige Bevölkerung denn abfährt und welche Farbe die Autos haben sollten. Also Pink geht gar nicht. Wenn wir die Zahlen richtig interpretieren, wären schwarze Oldtimer ideal, um dem Objekt der Begierde näher zu kommen. Was uns zu einem anderen Liebespaar der Filmgeschichte bringt: Die Älteren werden sich an Harald and Maude und den zum Leichenwagen umgebauten Jaguar E-Type erinnern. Im Sinne der Untersuchung das ideale Dating-Auto und praktischerweise mit Liegefläche.
Apropos morbider Charme. Auf den der Bahn stehen vorrausschauende Politiker fast aller Parteien mehr oder weniger. Je nach Tagesform. Lars Klingbeil zum Beispiel findet als Bundespolitiker und SPD-Chef jede Menge Gründe den Zustand der Bahn zu verbessern, solange noch eine Spur von Leben drin ist.
Die Begeisterung lässt allerdings nach, wenn der Neubau einer Strecke entlang der Autobahn durch seinen Wahlkreis und ein dort befindliches Gewerbegebiet gehen würde. Dann darf die Bahn zwar gerne noch bauen, aber erstens lieber woanders und zweitens nur aus und nicht neu. Nach ähnlichem Muster wird auch bei anderen Politikern verfahren, was denn wiederum zu beeindruckenden Zahlen führt, an denen man den Stellenwert des schienengebundenen Verkehrs in Deutschland ablesen kann.
Immerhin 114 Euro pro Einwohner gibt Deutschland im Jahr für seine Bahn aus. Klingt zunächst mal gut. Damit liegen wir knapp vor Spanien und Frankreich. Allerdings geben elf europäische Länder mehr aus, zum Beispiel Großbritannien. Gut, die hatten ihre Bahn schon vor uns in die Grütze gefahren und es eben noch schneller gemerkt als wir. Die Schweizer geben pro Einwohner 450 Euro für ihre Bahn aus, Luxemburg gar 575 Euro und unseren Nachbarn im Südosten ist der Zugverkehr immer 319 Euro pro Österreicher wert.
So gesehen ist es nicht verwunderlich, wenn die Züge in der Schweiz zu 99 kommairgendwas Prozent pünktlich sind und man dort just auf die Fernzüge aus Deutschland nicht gut zu sprechen ist. Die erreichen nämlich das eidgenössische Pünktlichkeitsziel von knapp zwei Minuten zum Plan eher nie. Der Einfachheit halber haben wir hierzulande ja schon als pünktlich definiert, wenn der Zug mit weniger als zehn Minuten Abweichung vom Plan den Bahnhof erreicht und sind eigentlich schon froh, wenn er überhaupt kommt. Immerhin ist selbst die Deutsche Bahn weiter als Barbie und Ken. Sie weiß theoretisch, wie das geht mit dem Kommen. Sonst noch was? Nächste Woche wieder.
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