Öffentlicher Nahverkehr - Wie weit ist die Haltestelle weg?

Mit einem mehr oder weniger langen Fußmarsch sind viele Haltestellen in Deutschland erreichbar. Städter sind, nicht ganz überraschend, besser angebunden als Landbewohner.

90 Prozent der Deutschen erreichen fußläufig mindestens eine Bus- oder Bahnhaltestelle mit wenigstens täglich 20 Abfahrten. Wie nahe eine Haltestelle liegt, variiert je nach Region erheblich. Das geht aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen bieten die beste Infrastruktur. Hier leben fast alle Bewohner fußläufig von einer Haltestelle entfernt. Auf gute Werte kommen auch Baden-Württemberg und das Saarland mit je 95 Prozent sowie Hessen und Nordrhein-Westfalen (je 94 %). Schlusslichter im Bundesländerranking sind Brandenburg (83 %), Niedersachsen (82 %), Bayern (80 %) und Mecklenburg-Vorpommern (72 %).

Das Institut definiert eine Haltestelle mit einem Mindestangebot an 20 Fahrtmöglichkeiten an einem Werktag als komfortablen Zugang zum öffentlichen Verkehr. Liegt eine Bushaltestelle im Umkreis von 600 Metern entspricht das einem 8- bis 10-minütigen Fußweg und gilt als machbar. Für einen Bahnhof wird ein längerer Fußweg von 16 bis 20 Minuten als zumutbar angesehen.

Nach Angaben des BBSR gibt es deutschlandweit 217.000 Bushaltestellen und Bahnhöfe. Davon sind 169.000 Haltestellen mit mindestens zehn Abfahrten an einem Werktag für 94 Prozent der Bevölkerung erreichbar, die 134.300 Haltestellen mit mindestens 20 Abfahrten für 90 Prozent und die 114.700 Haltestellen mit mindestens 28 Abfahrten für 86 Prozent.

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