Maxus e-Deliver 9

Test Maxus e-Deliver: Vielfalt ist seine Stärke

15Test Maxus e-Deliver: Vielfalt ist seine Stärke
Maxus e-Deliver 9. Foto: Auto-Medienportal.Net/Ute Kernbach

Nach e-Deliver 3 und EV80 im vergangenen Jahr, bringt die junge Marke Maxus nun den e-Deliver 9 auf den Markt. Der neue Elektrotransporter, den es bislang schon als konventionellen Diesel gab, wird den EV80 ablösen. Der emissionsfreie Hochdach-Kastenwagen, der auch als Fahrgestell angeboten wird, ist vielfältig und berücksichtigt unterschiedliche Bedürfnisse. So hat der Kunde beispielsweise die Wahl zwischen drei Akku-Kapazitäten von 52 bis 89 kWh und Reichweiten von 186 bis 353 Kilometern.

Optisch kommt der e-Deliver 9 mit großem Kühlergrill daher und bietet reichlich Platz. Beladen werden kann der Kastenwagen über die zwei großen Hecktüren oder die große seitliche Schiebetür auf der Beifahrerseite. Angeboten wird das Nutzfahrzeug in zwei Längen (5,55 Meter und 5,94 Meter) sowie in zwei Höhen (2,53 Meter / 2,77 Meter) mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 4.050 Kilogramm. Die Versionen mit maximal 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht haben ein Ladevolumen von 9,7 bis 11,0 Kubikmeter und bieten - je nachdem welche Batterie gewählt wurde - Nutzlasten von 860 bis 1200 Kilogramm. Im dritten Quartal gesellt sich noch der Viertonner als L3H3 mit einem Ladevolumen von 12,95 Kubikmetern und einer Nutzlast von 1350 Kilogramm hinzu.

Herzstück des Kastenwagens ist ein 150 kW (204 PS) starker Elektromotor mit einem Drehmoment von 310 Newtonmetern. Aus dem Stand meistert der L2H2-Kastenwagen den Sprint auf 50 km/h in 5,8 Sekunden. Die Einstiegsvariante L2H2 hat mit der kleinen 51,5-kWh-Batterie eine WLTP-Reichweite von 186 Kilometern.
Der Fahrer kann die Rekuperation der Bremsenergie in drei Stufen einstellen und so eine höhere Reichweite realisieren. Die Ladezeiten an einer Schnellladestation (22 kW) gibt der Hersteller mit rund 30 Minuten an. An einer 11-kW-Wallbox sind - je nach Batteriegröße - fünf bis siebeneinhalb Stunden nötig.

Bei einer ersten Ausfahrt lag der unbeladene e-Deliver 9 satt auf der Straße und war auch auf engen Straßen gut zu manövrieren. Mit seinem Wendekreis von gut 13 Metern lässt sich der Wagen leicht rangieren, auch dank seiner serienmäßigen Rückfahrkamera, die ihr Bild über den smartphonefähigen Zehn-Zoll-Touchscreen wiedergibt. Immer an Bord sind außerdem eine Klimaanlage, Parksensoren vorne und hinten, LED-Hauptscheinwerfer, Spurwechsel-Assistent und ein Toter-Winkel-Warner.

Die Preise für den e-Deliver 9 L2H2 mit 51,5 kWh-Akku beginnen bei 51.490 Euro netto und enden bei 67.490 Euro (netto) für den L3H3 mit der großen 88,55 kWh Lithium-Ionen-Batterie.

Wer Langstrecken bewältigen muss beziehungsweise will, dem bietet Maxus nach wie vor noch den 5,94 Meter langen Deliver mit 2,0-Liter-Turbodiesel an, der 161 PS (118 kW) leistet. Die Netto-Preise für den 3,5-Tonner beginnen bei 29.990 Euro.

Der kompakte und ebenfalls in zwei Längen erhältliche Lieferwagen e-Deliver 3 (4.555 bis 5.145 mm) wird von einem 122 PS starken Elektromotor mit einem Drehmoment-Bestwert von 255 Newtonmeter angetrieben. Gespeist wird der Motor aus einer Lithium-Ionen-Batterie, die Speicherkapazität beträgt wahlweise 35 oder 52,5 kWh. Damit lassen sich laut Importeur nach WLTP im Schnitt 150 beziehungsweise 240 Kilometer realisieren. Die Ladezeiten (0 bis 80 Prozent) dauern an einer Schnellladestation (22 kW) rund 45 Minuten und bei der Haushaltssteckdose (7,2 kW) sechs bis acht Stunden. Die Netto-Preise beginnen bei 34.990 Euro. Das Ladevolumen des Lieferwagens beträgt in der 4,56 Meter kurzen Version 4,8 Kubikmeter und im 59 Zentimeter längeren L2-Version 6,3 Kubikmeter. Auf die Batterie gibt es acht Jahre bzw. 160.000 Kilometer lang Garantie. (ampnet/uk)

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