Tipp: Gefährliche Überflutungshotspots - Vorsicht vor Tunneln und Unterführungen

Immer wieder werden Autofahrer von plötzlichen Fluten in Tunneln und Überführungen überrascht. Vor allem bei Starkregen empfiehlt sich deshalb besondere Vorsicht.  

Tipp: Gefährliche Überflutungshotspots - Vorsicht vor Tunneln und Unterführungen
Immer wieder passiert es, dass Autos in vermeintlich flachen Pfützen liegen bleiben. Der Schaden kann oft teuer werden Foto: SP-X/Mario Hommen

Starkregenereignisse, die trockene Straßen urplötzlich in Seenlandschaften verwandeln, nehmen zu. Damit steigt für Autofahrer auch das Risiko, in einer großen Pfütze liegen zu bleiben. Für das Auto kann dies im schlimmsten Fall mit einem teuren Totalschaden einhergehen. Erhöhtes Gefahrenpotenzial geht dabei von Tunneln und Unterführungen aus, die sehr plötzlich volllaufen können und passierende Autos mit gefährlich hohen überraschend Wasserständen ausbremsen.  

Kommt es während einer Autofahrt zu heftigen Niederschlägen, sollten sich Autofahrer deshalb grundsätzlich fragen, ob auf der geplanten Route Tunnel oder Unterführungen liegen und ob sich diese umfahren lassen. Handelt es sich um eine Senke, kann diese sogar während einer Durchfahrt ganz plötzlich unpassierbar werden. Vor allem, wenn sich etwa Verkehr in einer Unterführung staut, könnte man von Fluten überrascht werden.

Zeigt sich bereits bei Einfahrt in flutungsgefährdeten Verkehrsbereichen großflächig stehendes Wasser, ist äußerste Vorsicht angeraten. Was nach großer Pfütze aussieht, kann zur Falle werden. Autofahrer unterschätzen oft die Wassertiefe und bleiben dann von Fluten umschlossen stehen. In der Regel bleibt eine Wassertiefe von 10 Zentimetern beziehungsweise bis zu den Radnaben unproblematisch. Manchmal nennt die Betriebsanleitung auch eine zulässige ,,Eintauchtiefe". Dabei hat man mit SUV oder Geländewagen in der Regel bessere Karten als mit einem tiefliegenden Sportwagen.

Wer das Risiko eingehen will, sollte sich behutsam vortasten. Sind bereits andere Autos havariert und von Wasser umschlossen stehen geblieben, ist unbedingt von einer Durchfahrt abzuraten, selbst wenn das eigene SUV als besser für eine Durchfahrt geeignet erscheint. Eine Ausnahme stellen echte Geländewagen mit höher gelegter Ansaugöffnung dar; SUVs hingegen holen sich den Sauerstoff wie normale Pkw knapp über der Straßenoberfläche. Und damit im Zweifel unter der Wasseroberfläche. Auch Elektroautos sind weniger empfindlich, da sie keine Außenluft ansaugen. Trotzdem ist auch hier Vorsicht geboten.

Für alle Fahrzeugtypen mit Verbrenner sieht es schlecht aus, wenn der Motor teilweise oder ganz unter die Wasseroberfläche gelangt. Dann hilft oft nur noch der Abschleppdienst. Selbst bei geringer Geschwindigkeit und vermeintlich niedrigem Wasserstand kann eine Bugwelle bei Pkw mit Verbrennungsmotor einen Wasserschlag provozieren. Dabei tritt Wasser in den Ansaugtrakt des Motors, was im schlimmsten Fall zu einem kapitalen Motorschaden führt. Wer einen solchen Schaden durch unüberlegtes Handeln verursacht, bleibt möglicherweise auf den Kosten sitzen, sofern für das Fahrzeug keine Vollkasko abgeschlossen wurde.

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