Elektromobilität

Der Elektroauto-Boom und seine Schattenseite

Positive Zahlen - aber auch grundsätzliche Probleme: Im Dezember 2020 wurden 82.802 Elektro-Pkw neu zugelassen. Damit hat sich der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat laut Kraftfahrt-Bundesamt versiebenfacht (plus 629 Prozent). Schwierig bleibt das Thema ist die Ladeinfrastruktur.

Der Elektroauto-Boom und seine Schattenseite
mid Groß-Gerau - Der Eindruck täuscht: Aktuell teilen sich rechnerisch 17 E-Autos einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt. Rudolf Huber / mid


Positive Zahlen - aber auch grundsätzliche Probleme: Im Dezember 2020 wurden 82.802 Elektro-Pkw neu zugelassen. Damit hat sich der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat laut Kraftfahrt-Bundesamt versiebenfacht (plus 629 Prozent). Schwierig bleibt das Thema ist die Ladeinfrastruktur.

"Der Elektroanteil am Pkw-Gesamtmarkt erreichte mit 26,6 Prozent einen neuen Höchstwert", so der Verband der Automobilindustrie (VDA). Erstmals lag der Anteil von E-Pkw damit über dem von Diesel-Pkw. Der betrug zum Jahresende 2020 26,2 Prozent. Unterm Strich erreichten die E-Pkw 2020 einen Marktanteil von 13,5 Prozent, es wurden insgesamt 394.943 E-Pkw neu zugelassen.

Laut VDA konnten "die deutschen Hersteller 2020 ihre starke Position auf dem heimischen Elektro-Pkw-Markt weiter ausbauen". Sie hatten im Gesamtjahr einen Marktanteil von 67 Prozent, im Dezember kamen sie auf 68 Prozent.

Sorgenkind für den Ausbau der Elektromobilität ist und bleibt die Ladeinfrastruktur. Laut Bundesnetzagentur gibt es in Deutschland mit Stand 6. Januar 2021 exakt 34.056 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Bei einem Bestand von rund 580.000 Elektro-Pkw zu Jahresanfang müssen sich deshalb rechnerisch 17 E-Pkw einen davon teilen. Im Mai 2020 waren es noch rund zehn. "Hier gibt es großen Handlungsbedarf", mahnt der Verband.

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