Elektromobilität

Ladenetz-Ranking: Deutschland unter Strom

Die noch deutlich ausbaufähige Infrastruktur fürs elektrische Fahren ist in aller Munde. Aber in welchen Kommunen sieht es damit schon jetzt vergleichsweise gut aus - und wo muss besonders kräftig nachgebessert werden?

Ladenetz-Ranking: Deutschland unter Strom
mid Groß-Gerau - In vielen Regionen Deutschlands müssen sich noch viel zu viele E-Autos die öffentlichen Ladestationen teilen. Rudolf Huber / mid


Die noch deutlich ausbaufähige Infrastruktur fürs elektrische Fahren ist in aller Munde. Aber in welchen Kommunen sieht es damit schon jetzt vergleichsweise gut aus - und wo muss besonders kräftig nachgebessert werden? Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat nachgeforscht - und präsentiert das erste Elektro-Ladenetz-Ranking für ganz Deutschland.

Der Sieger dieses Strom-Wettkampfes dürfte auch viele Fachleute überraschen. Denn Spitzenreiter in der öffentlichen E-Ladeinfrastruktur ist der niederbayerische Landkreis Regen. Er gewinnt mit 310 Pkw pro öffentlichem E-Ladepunkt einmal beim sogenannten A-Wert für Attraktivität der öffentlichen Ladeinfrastruktur.

Vorne liegen auch Wolfsburg (358), Passau (403), Landau in der Pfalz (418) und Regensburg (434). "Schlusslichter in der Attraktivität sind der Landkreis Celle mit 9.947 zugelassenen Pkw auf einen E-Ladepunkt, der Landkreis Prignitz mit 15.188 und die Stadt Krefeld, in der fast 24.000 Pkw auf einen öffentlichen E-Ladepunkt kommen", heißt es beim VDA.

Auch beim T-Wert liegt der Landkreis Regen an der Spitze. Damit wird angegeben, wie viele zugelassene E-Autos sich einen öffentlichen Ladepunkt teilen müssen, beim Sieger sind es 1,9. Dahinter liegen der Landkreis Freyung-Grafenau (2,8,) die Stadt Salzgitter (3), der Kyffhäuserkreis (3,2) und die Uckermark (3,3). Ganz hinten landen Kassel (68), Weimar (69), Wuppertal (78), Stuttgart (88) und Krefeld (199).

"Die Lademöglichkeiten der vielen neuen E-Autos sind der Schlüssel zum Erfolg der Elektromobilität. Der 'Masterplan Ladeinfrastruktur' der Bundesregierung gibt das Ziel von einer Million öffentlicher Ladepunkte bis 2030 vor", so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Um das staatlich vorgesehene Ziel zu erreichen, sind künftig rund 2.000 neue öffentliche Ladepunkte pro Woche nötig. Aktuell werden aber nur rund 200 neue Ladepunkte im öffentlichen Bereich installiert."

Das Ladenetz-Ranking ist für die VDA-Chefin ein Ansporn für alle Kommunen, die Sache nun aktiv in die Hand zu nehmen und schafft eine wichtige Transparenz. Müller: "Die Landräte und Bürgermeister müssen sich ab jetzt an diesen Zahlen messen lassen."

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