Ratgeber: Vor der Fahrt in den Urlaub Reifen prüfen
2010-07-28 Bei der Fahrt in den Urlaub wird dem Autoreifen einiges abverlangt. Schweres Gepäck, weite Strecken und Straßenbeläge wechselnder Qualität setzen ihnen zu. Um so wichtiger, dass sie vor Reiseantritt in bester Verfassung sind. Das sorgt für eine sichere Fahrt und schont die Urlaubskasse.
Der Reifencheck wird am besten einige Tage vor Reiseantritt durchgeführt. So bleibt bei Problemen Zeit zum Reagieren. Flanke und Lauffläche der Reifen sind auf Beschädigungen wie Risse, Beulen oder stark unregelmäßigen Abrieb zu untersuchen. Gerade die durch den langen Winter stark in Mitleidenschaft gezogenen Fahrbahndecken setzen den Reifen zu. Bei Schäden sollte ein Fachbetrieb aufgesucht werden. Mit einer Euromünze lässt sich feststellen, ob das Profil schon zu stark abgefahren ist: Verschwindet der goldene Rand nicht komplett zwischen den Profilblöcken, stehen weniger als drei Millimeter zur Verfügung und der Reifen sollte erneuert werden. Ansonsten verschlechtert sich das Bremsverhalten und die Aquaplaninggefahr steigt.
Bei einer Fahrt zur Tankstelle lässt sich der Luftdruck überprüfen. Gemessen wird am kalten Reifen. Denn: "Mit steigender Reifentemperatur durch eine längere Fahrstrecke steigt der Innendruck an", erklärt Eugen Geyer, Reifenfachmann bei Continental. Wer schwer beladen auf die Reise geht, muss außerdem einen höheren Reifendruck verwenden. Die korrekten Werte finden sich in der Bedienungsanleitung oder auf Aufklebern im Handschuhfach, am Türholm oder in der Tankklappe. Der korrekte Druck erhöht nicht nur die Fahrsicherheit, sondern verringert auch den Kraftstoffverbrauch. Schon bei 0,6 bar unter dem Optimaldruck steigt der Verbrauch um vier Prozent. Der Verschleiß nimmt um satte 45 Prozent zu.
Bei allen Checks ist auch - soweit vorhanden - der Reservereifen einzubeziehen. Sein Luftdruck sollte um rund 0,2 bar höher sein als es die Betriebsanleitung angibt. Aus Sicherheitsgründen rät der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV), Ersatzreifen auszutauschen, die unbenutzt länger als acht Jahr im Kofferraum liegen.
Trotz aller Vorbereitung kann es während der Fahrt zu einer Panne kommen. Warndreieck und Warnweste sollten dann direkt zur Hand sein und nicht erst aus einem Berg von Gepäck ausgegraben werden müssen. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, macht sich idealerweise vor Fahrtantritt mit Lage und Funktion von Wagenheber, Werkzeug und Ersatzrad vertraut. Ein Paar Handschuhe sowie ein Müllsack für den kaputten Reifen gehören ebenfalls ins Gepäck. Holger Holzer/mid mid/hh
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