News

Firmen aus Deutschland und Österreich drucken Autos aus

Immer mehr Firmen stellen per 3D Druck Autos her. Einige dieser Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland oder Österreich.

Firmen aus Deutschland und Österreich drucken Autos aus
@ CR-3D (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum drucken Autos

Zu den zahllosen Branchen, in denen der 3D Druck teilweise grundlegende Veränderungen hervorgerufen hat, gehört auch die Autoindustrie. Nicht nur fertigen viele Hersteller Prototypen von Bauteilen mit 3D Druckern. Einige Unternehmen produzieren sogar ganze Autos auf diese Weise. Ein paar von ihnen kommen aus Deutschland und Österreich.

Loci aus Berlin

Die Firma BigRep mit Sitz in Berlin hat Ende 2019 auf der Messe formnext in Frankfurt den Prototyp eines autonom fahrenden Elektroautos vorgestellt. Der Loci besteht aus 14 Teilen, die alle mit einem 3D Drucker produziert werden. Selbst die Reifen werden aus thermoplastischem Polyurethan gedruckt. Einige Bauteile im Inneren des Fahrzeugs werden jedoch nachträglich eingebaut, darunter die Elektronik und das Display für das Infotainment-System. BigRep hat angekündigt, drei Modelle vom Loci auf den Markt bringen zu wollen, die sich hinsichtlich des Komforts und der Anzahl der Sitze unterscheiden. Alle drei Fahrzeuge sollen sich vornehmlich an Pendler richten. Wann es zur Serienproduktion kommt, ist noch nicht bekannt.

Skorpion aus Salzburg

Bereits im Jahr 2018 stellte die österreichische Firma HAGE3D das Elektrofahrzeug Skorpion her. Die Pläne stammen von Schülerinnen und Schülern der HTBLuVA Salzburg. Das Auto sollte nicht nur ein auffälliges Design, sondern auch eine hohe Funktionalität aufweisen. So war es eine Vorgabe, dass das Fahrzeug selbsttragend ist und auf stützende Konstruktionen verzichtet werden kann. Das Gewicht des Autos sollte signifikant geringer sein als das von vergleichbaren Fahrzeugen, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Nachdem die Herstellung des Skorpion beendet war, beantragten die Macher eine Straßenzulassung für das Elektroauto und erhielten diese auch. Somit darf es sich ohne Einschränkungen im Straßenverkehr bewegen. Über eine serienmäßige Herstellung des Fahrzeugs gibt es keine Informationen. 

Spritzguss für Serienfertigung besser geeignet

Nach derzeitigem Stand ist der 3D Druck nur bedingt für die Serienproduktion geeignet. Die Herstellung größerer Stückzahlen ist damit recht zeitaufwendig und teuer. Sollten also die erwähnten Fahrzeuge auf den Massenmarkt kommen, dann lohnt es sich für die Macher, auf eine andere Fertigungsmethode umzusteigen. So wird schon seit Jahrzehnten für die Produktion mit Kunststoff der Spritzguss eingesetzt. Eine Maschine spritzt dabei erhitzte Plastik in eine Form, und wenn diese ausgehärtet ist, ist auch schon das Objekt fertig. Viele Fertigungsdienstleister bieten sowohl den Spritzguss als auch verschiedene andere Fertigungsverfahren an. Dazu zählen das CNC Fräsen und das CNC Drehen. Die Auswahl verschiedener Technologien eröffnet dem Kunden die Möglichkeit, einen Vergleich anzustellen und die Methode auszuwählen, die sich am besten für ein spezifisches Projekt eignet.

auch in TECHNIK

Anzeige

Videos