Automobilabsatz

In Europa ging es noch ein bisschen aufwärts

In Europa ging es noch ein bisschen aufwärts
Einer der größten Parkplätze der Welt liegt in Bremerhaven. Foto: Auto-Medienportal.Net/Bremerport

Für die internationalen Automobilmärkte war 2019 ein herausforderndes Jahr. Während der europäische Pkw-Markt (EU28 & EFTA) das Vorjahresniveau übertreffen konnte und die Nachfrage auch in Brasilien anzog, wurden in den USA weniger Light Vehicles verkauft als 2018. Die asiatischen Märkte entwickelten sich ebenfalls schwach: China, Japan und Indien lagen jeweils unter Vorjahresniveau. Auch der russische Markt blieb rückläufig.

In Europa wurden im Jahr 2019 insgesamt 15,8 Mio. Pkw neu zugelassen, rund 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die großen Volumenmärkte entwickelten sich dabei unterschiedlich. Deutschland (+5 Prozent) und Frankreich (+2 Prozent) konnten ihr Marktvolumen ausbauen. In Italien blieben die Neuzulassungen auf Vorjahresniveau. Das Vereinigte Königreich (-2 Prozent) und Spanien (-5 Prozent) mussten hingegen Rückgänge verzeichnen. Von den rund 30 europäischen Märkten konnten 20 Länder das Jahr mit einer positiven Bilanz abschließen. Im Dezember lag der Pkw-Absatz in Europa mit knapp 1,3 Mio. Einheiten um 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

In den USA schloss der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Trucks) das Jahr 2019 mit knapp 17,0 Mio. verkauften Fahrzeugen ab (-1 Prozent). Erstmals seit 2014 überschritt der US-Markt damit nicht mehr die 17-Millionen-Marke. Dabei ging der Absatz von Pkw um 11 Prozent zurück, während im Light-Truck-Segment, das mittlerweile 72 Prozent des Gesamtmarktes ausmacht, die Verkäufe um 3 Prozent stiegen. Im Dezember wurden 1,5 Mio. Light Vehicles verkauft (-6 Prozent).

In China sank das Volumen des Pkw-Marktes im Jahr 2019 um fast 10 Prozent auf 21,0 Mio. Neufahrzeuge. Dies war, nach 2018, der zweite Rückgang in den vergangenen Jahrzehnten. Im Dezember lag das Absatzvolumen mit knapp 2,2 Mio. Einheiten 1 Prozent unter Vorjahresniveau.

Der indische Pkw-Markt konnte 2019 nicht an das gute Vorjahr anknüpfen. Es wurden insgesamt 3,0 Mio. Einheiten verkauft, 13 Prozent weniger als 2018. Im Dezember lag die Nachfrage 1 Prozent unter Vorjahresniveau (235.800 Einheiten).

Der japanische Neuwagenmarkt blieb 2019 mit 4,3 Mio. verkauften Pkw um 2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Besonders mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer im Oktober 2019 ging der Neuwagenabsatz zurück. Im Dezember lag das Verkaufsniveau bei 284.300 Einheiten, 11 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Nach zwei starken Wachstumsjahren hat der russische Light-Vehicle-Markt im vergangenen Jahr an Schwung verloren. Im Jahresverlauf lag das Absatzvolumen mit knapp 1,8 Mio. verkauften Neufahrzeugen 2 Prozent unter dem des Vorjahres. Mit 179.200 verkauften Light Vehicles stieg der Absatz im Dezember um 2 Prozent.

Der brasilianische Markt für Light Vehicles verbuchte im Gesamtjahr 2019 ein stattliches Wachstum. Der Absatz von Neuwagen stieg um 8 Prozent auf 2,7 Mio. Fahrzeuge. Dies war das dritte Wachstumsjahr in Folge - nach einer langen Schwächephase. Im Dezember betrug das Plus 12 Prozent (252.000 Einheiten). (ampnet/Sm)

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