Conti stellt E-Bike-Sparte ein - Ausgestromert

Mit einem selbst entwickelten E-Bike-Antrieb wollte sich Continental ein Stück vom wachsenden Pedelec-Kuchen sichern. Doch nach nur gut zwei Jahren hat der Konzern jetzt den Stecker gezogen.

Conti stellt E-Bike-Sparte ein - Ausgestromert
Unter anderem die E-Bike Manufaktur hat auf den E-Antrieb von Continental gesetzt Foto: E-Bike Manufaktur

Autozulieferer Continental hat angekündigt, bis Ende 2019 den Geschäftsbereich E-Bike- und Pedelec-Systeme einzustellen. Wie der Konzern mitteilt, sei dies eine strategische Entscheidung im Rahmen einer Portfoliobereinigung. Anfang 2020 soll die Produktion auslaufen, bis 2022 will soll ein Service-Team die Ersatzteilversorgung aufrechterhalten und die gesetzlichen Gewährleistungen garantieren.

Continental ist mit seiner E-Bike-Sparte dem Beispiel des Bosch-Konzerns gefolgt, der sein 2009 ins Leben gerufenes Pedelec-Programm zu einer einträglichen Wachstumssparte aufbauen konnte. Der Einstieg von Continental folgte 2013, zunächst im Rahmen einer Kooperation mit Brose. 2017 stellte Continental dann sein eigenes Antriebssystem vor, welches als technische Besonderheit eine optionale Kombination mit CVT-Getriebe erlaubte.   

Offenbar konnte Continental seither allerdings eine nur überschaubare Anzahl an Partnern bei den Fahrradherstellern gewinnen, die auf den neuen Conti-Antrieb setzen, was eine größere Verbreitung des als revolutionär angepriesenen Systems verhinderte. Vermutlich dürfte die bisher geringe Marktdurchdringung und wohl auch eine wenig verheißungsvolle Aussicht auf Besserung letztlich der Grund für den Rückzug aus diesem Geschäftsbereich sein.

auch in FAHRRAD

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