Ratgeber: Radfahrende Kinder - Anfänger sind wieder unterwegs

Die Sommerferien sind zu Ende, Autofahrer müssen morgens wieder mit radelnden Schülern rechnen. Und besonders vorsichtig sein: Denn auch zahlreiche Neulinge auf zwei Rädern sind nun unterwegs.

Ratgeber: Radfahrende Kinder - Anfänger sind wieder unterwegs
Aktuell sind wieder viele Kinder mit dem Rad unterwegs Foto: Kay Tkazik/pd-f

Radfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet - vor allem die jungen. Rund ein Drittel aller im Straßenverkehr verunglückten Radler ist keine neun Jahre alt. Die Fahranfänger sind noch nicht in der Lage, komplexe Situationen zu erkennen und umsichtig darauf zu reagieren. Autofahrer sollten gerade zum Beginn des neuen Schuljahrs besonders vorsichtig sein, Eltern mit ihren Kindern üben.

Lenken, Treten, Bremsen und den Verkehr einschätzen - Fahrradfahren erfordert Koordination und Konzentration. Was eigentlich schnell in Routine übergeht, müssen Kinder anfangs langsam erlernen. Selbst bei älteren Kindern ist das Seh- und Hörvermögen noch eingeschränkt und es fällt ihnen schwer, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Außerdem ist ihre Reaktionszeit länger als bei Erwachsenen.

In der Regel erst mit acht Jahren kann der Nachwuchs nicht nur die Fahrtrichtung, sondern auch das Umfeld im Blick behalten. Bis zu diesem Alter muss er daher auf dem Gehweg fahren. Bis zum zehnten Lebensjahr dürfen die jungen Verkehrsteilnehmer sowohl auf dem Gehweg als auch auf der Straße radeln. Erst dann müssen sie zwingend auf die Fahrbahn ausweichen.

Um den Gleichgewichtssinn, die Reaktionsfähigkeit und die Körperbeherrschung zu schulen, können Eltern mit ihren Kindern zum Beispiel spezielle Fahrradübungsplätze besuchen. Dort lernt der Nachwuchs verschiedene Fahrtechniken. Sobald das Radfahren sicher klappt, können Eltern es bei möglichst vielen Gelegenheiten in den Alltag einbauen oder sich kleine Spiele ausdenken: Bordsteine überwinden, Slalom um Bäume oder mit nur einer Hand am Lenker - dadurch bekommen Kinder ein besseres Gefühl für das Rad und bleiben motiviert. Denn nur Übung macht ja bekanntlich den Meister.

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