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Kommt Tesla mit einer ,,Gigafactory" nach Niedersachsen?

2Kommt Tesla mit einer ,,Gigafactory
Tesla Model 3. Foto: Auto-Medienportal.Net/Jens Meiners

Der Elektroautohersteller Tesla hat Interesse an einem niedersächsischen Standort für seine europäische ,,Gigafactory" gezeigt. Das sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Mittwoch in Hannover unter anderem der ,,Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ). Der US-Konzern habe sich an sein Haus gewandt. Tesla geht es - so der Minister - um eine gute Lage im europäischen Verkehrsnetz mit Hafenanbindung, einer dynamischen Forschungslandschaft und erneuerbaren Energien vor der Haustür.

Vor rund einem Jahr hatte Tesla angekündigt, in Europa nach zwei Standorten für sogenannte Gigafactories zu suchen. Eine erste läuft gerade in den USA hoch. Sie alle sollen große Stückzahlen von Batterien für Elektroautos bauen, nicht nur für den Bedarf der eigenen, noch kleinen Palette an batterieelektrisch angetriebenen Tesla-Fahrzeugen. Vorstandsvorsitzender Elon Musk hatte damals erklärt, Deutschland sei der bevorzugte Standort für eine dieser Fabriken für die Batterie- und Autoherstellung. Daraufhin hatten sich gleich vier Bundesländer angeboten.

Kontakte zwischen Niedersachsen und Tesla bestehen schon länger. Vor drei Jahren hatte sich die damals noch rot-grüne Landesregierung darum bemüht, die Stadt Emden als Standort für eine Batteriefabrik ins Gespräch zu bringen. Auch Papenburg, Dörpen und das niederländische Eemshaven hätten sich damals bemüht, berichtete die ,,Ostfriesen-Zeitung".

Nach Informationen der HAZ stehen Emden und das Emsland ganz oben auf der Tesla-Liste. Dem Vernehmen nach soll es dabei zunächst um eine reine Fahrzeugfertigung gehen. Zu deren Größe will sich Althusmann nicht äußern. Man habe Verschwiegenheit vereinbart. Tesla wolle zunächst klein anfangen. Am wahrscheinlichsten sei zur Zeit eine Fabrik mit 1000 bis 2000 Arbeitsplätzen. (ampnet/Sm)

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