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Mit Porsche durch virtuelle Welten

Beim Autofahren sollte man mit den Augen die Fahrbahn im Blick haben und nicht Wolkenkuckucksheim. Doch die automobile Welt wandelt sich. Bald könnten VR-Kameras unter Passagieren für Zerstreuung sorgen.

Mit Porsche durch virtuelle Welten
mid Groß-Gerau - Aus dem Fenster gucken war gestern. Künftig schauen Fond-Passagiere durch die VR-Brille, vorausgesetzt sie haben Lust dazu. Porsche


Beim Autofahren sollte man mit den Augen die Fahrbahn im Blick haben und nicht Wolkenkuckucksheim. Doch die automobile Welt wandelt sich. Bald könnten VR-Kameras unter Passagieren für Zerstreuung sorgen. Da es noch nicht so weit ist mit dem autonomen Fahren lädt Porsche die Fahrgäste erst einmal auf die Rückbank.

Im Rahmen des Startup Autobahn "Expo Day" in den Stuttgarter Wagenhallen zeigt der Sportwagenhersteller gemeinsam mit dem Start-up-Unternehmen "holoride", wie ein Unterhaltungsangebot für Mitfahrer in einem Porsche-Fahrzeug künftig aussehen könnte. Ziel des gemeinsamen Projekts von Porsche und "holoride" ist es, die Passagiere eines Autos in virtuelle Unterhaltungswelten eintauchen zu lassen.

Dafür wird eine VR-Brille mit Sensoren im Fahrzeug gekoppelt, so dass deren Inhalte in Echtzeit an die Fahrbewegungen des Autos anpasst werden können: Fährt das Auto beispielsweise um die Kurve, so ändert sich auch die Flugrichtung des Spaceshuttles, in dem man sich virtuell befindet. So entsteht ein sehr vertiefstes Erlebnis und es lassen sich damit Symptome von Reiseübelkeit deutlich reduzieren. Künftig soll das System auch Navigationsdaten auswerten können und damit unter anderem die Länge eines VR-Spiels an die errechnete Fahrdauer anpassen.

Alle Inhalte passen sich auf Fahrzeit, Bewegung und Kontext an. Das Geschäftsmodell des Start-ups verfolgt einen offenen Plattform-Ansatz, so dass auch andere Autohersteller und Content-Produzenten von dieser Technologie profitieren können.

Innerhalb der nächsten drei Jahre will "holoride" die neue Unterhaltungsform mithilfe handelsüblicher VR-Brillen für Passagiere auf dem Rücksitz auf den Markt bringen. Mit dem weiteren Ausbau der Car-to-X-Infrastruktur könnte langfristig auch das Verkehrsgeschehen Teil des Erlebnisses werden: Stopps an der Ampel wären dann unerwartete Hindernisse in der Handlung oder würden ein Lernprogramm mit einem kurzen Zwischenquiz unterbrechen. Jetzt müssen nur noch die Fahrgäste Lust dazu haben.

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