Elektroauto

Chinesische Zellen für deutsche Stromer

In Erfurt soll Deutschlands erste Batteriezellen-Fabrik entstehen. Bis 2022 sollen dort 240 Millionen Euro investiert werden, 600 neue Jobs werden voraussichtlich geschaffen. Die Zellfabrik mit einer ausgelegten jährlichen Kapazität von 14 Gigawattstunden wird aber nicht von einem deutschen Autokonzern gebaut, sondern von einem chinesischen Batterie-Produzenten.

Chinesische Zellen für deutsche Stromer
mid Groß-Gerau - Ab 2021 sollen chinesische Batterie-Zellen aus Erfurt den künftigen Super-Stromer BMW iNext antreiben. Marcus Efler / mid


In Erfurt soll Deutschlands erste Batteriezellen-Fabrik entstehen. Bis 2022 sollen dort 240 Millionen Euro investiert werden, 600 neue Jobs werden voraussichtlich geschaffen, berichtet tagesschau.de. Die Zellfabrik mit einer ausgelegten jährlichen Kapazität von 14 Gigawattstunden wird aber nicht von einem deutschen Autokonzern gebaut, sondern von einem chinesischen Batterie-Produzenten: Contemporary Amperex Technology (CATL) wird in Erfurt chinesische Batteriezellen für deutsche Autos liefern.

Den ersten Großauftrag hat CATL bereits sicher: Für vier Milliarden Euro bezieht BMW Zellen der Chinesen. Fast die Hälfte des Auftragsvolumens, nämlich 1,5 Milliarden Euro, betrifft das Werk in Erfurt. Ab 2021 sollen die Zellen aus Erfurt den künftigen Super-Stromer, den iNext antreiben. CATL hofft auf weitere Aufträge von Herstellern wie Daimler.

Für BMW-Chef Harald Krüger ist das Milliarden-Geschäft mit dem chinesischen Lieferanten derzeit die einzige Möglichkeit, den iNext rechtzeitig auf die Straße zu bringen. "Wir müssen uns für die sichere Produktion des iNext jetzt festlegen und haben deshalb diesen Auftrag an CATL vergeben", sagt Krüger im "Handelsblatt".

Der Artikel "Chinesische Zellen für deutsche Stromer" wurde in der Rubrik WIRTSCHAFT mit dem Keywords "Elektroauto, Batterien, Wirtschaft" von "Ralf Loweg" am 4. Dezember 2018 veröffentlicht.

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