Auch der Audi-Konzern hat am WLTP-Prüfzyklus zu leiden

Auch der Audi-Konzern hat am WLTP-Prüfzyklus zu leiden
Audi A1 Sportback. Foto: Auto-Medienportal.Net/Audi

Der Audi-Konzern steigerte im ersten Halbjahr 2018 seine Umsatzerlöse auf 31,2 Mrd. Euro und sein operatives Ergebnis auf 2,8 Mrd. Euro. Die operative Umsatzrendite lag wie im Vorjahreszeitraum bei 8,9 Prozent. Das Unternehmen erwartet auch weiterhin für 2018 Schwankungen seiner Finanz- und Volumenkennzahlen. Nach einem Anstieg der Auslieferungen an Kunden um 4,5 Prozent im ersten Halbjahr werden sich in der zweiten Jahreshälfte die Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus sowie der umfassendste Umbau des Modellportfolios der Audi-Geschichte belastend auswirken.

Im laufenden dritten Quartal startet in den ersten Märkten der Generationswechsel für den Audi A6, das meistverkaufte Oberklasse-Modell. Zudem erweitert der Q8 das Angebot im Premium-Segment und der Markthochlauf der neuen Modelle A8 und A7 geht weiter. Das Abschlussquartal 2018 wird im Zeichen des Marktstarts der Serienversion des vollelektrischen Audi e-tron-Prototypen stehen und vom An- und Auslaufmanagement im Kompaktsegment geprägt sein. Mit dem neuen Audi A1 und dem neuen Q3 wird das Unternehmen auch wichtige Meilensteine in der Neuausrichtung seines Produktionsnetzwerkes erreichen.

Von Januar bis Juni lieferte das Unternehmen 949 282 (2017: 908 683) Automobile der Marke Audi an Kunden aus. Vor allem die positive Entwicklung in Asien und Nordamerika trug zum weltweiten Auslieferungsplus von 4,5 Prozent bei. Die Umsatzerlöse des Audi Konzerns erhöhten sich um 3,9 Prozent auf 31 183 Mio. Euro (2017: 30 011 Mio. Euro) im ersten Halbjahr. Mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses um 3,0 Prozent auf 2761 Mio. Euro (2017: 2680 Mio. Euro) lag die operative Umsatzrendite wie im Vorjahreszeitraum bei 8,9 Prozent. Nicht im operativen Ergebnis enthalten ist das Joint Venture-Geschäft in China, wo Audi im ersten Halbjahr die höchsten Zuwächse bei den Auslieferungen verzeichnete. Die dort erwirtschafteten Ergebnisanteile fließen in das Finanzergebnis mit ein.

Der deutlich gestiegene Netto-Cashflow des Audi-Konzerns belief sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 2672 Mio. Euro (2017: 1925 Mio. Euro). Den Vorjahreszeitraum hatten höhere Zahlungsmittelabflüsse in Zusammenhang mit der Dieselkrise belastet.

Zur robusten finanziellen Verfassung trägt zunehmend die Umsetzung Audi-Transformationsplans bei. Das am Jahresanfang aufgelegte Maßnahmenprogramm soll bis 2022 positive Ergebniseffekte von insgesamt 10 Mrd. Euro realisieren. Zur Jahresmitte hat das Unternehmen im Rahmen des Transformationsplans bereits erste Maßnahmen mit positiver Wirkung auf das operative Ergebnis im Gesamtjahr von mehr als 0,5 Mrd. Euro.

Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote lag im ersten Halbjahr bei 6,5 Prozent (2017: 6,9 Prozent) der Umsatzerlöse. Die Sachinvestitionsquote lag bei 3,4 Prozent (2017: 3,9 Prozent).

Für das Gesamtjahr bestätigt der Audi-Konzern seine Prognose. Im Gesamtjahr sollen die Auslieferungen der Marke Audi das Vorjahresniveau erreichen, die Umsatzerlöse im Audi-Konzern leicht steigen. Der Audi-Konzern rechnet unverändert mit einer operativen Umsatzrendite innerhalb des strategischen Zielkorridors. Für die Forschungs- und Entwicklungskostenquote erwartet das Unternehmen einen Wert leicht oberhalb des langfristigen Zielkorridors von 6,0 bis 6,5 Prozent. Die Sachinvestitionsquote prognostiziert Audi ebenfalls leicht über der Zielmarke von 5,0 bis 5,5 Prozent. (ampnet/Sm)

Der Artikel "Auch der Audi-Konzern hat am WLTP-Prüfzyklus zu leiden" wurde in der Rubrik WIRTSCHAFT mit dem Keywords "Audi, erstes Halbjahr" von "ampnet" am 3. August 2018 veröffentlicht.

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