Sicherheit

Rutschgefahr auch im Sommer

Auch im Frühjahr und Sommer macht Rutschgefahr so manchem Zweiradfahrer das Leben schwer. Der Grund: Landwirtschafts-Fahrzeuge verschmutzen jetzt vermehrt die Straßen.

Rutschgefahr auch im Sommer
mid Groß-Gerau - Trügerische Sommeridylle: Auch an sonnigen Plätzen kann es für Zweiradfahrer glatt werden. markusspiske/pixabay.com


Auch im Frühjahr und Sommer macht Rutschgefahr so manchem Zweiradfahrer das Leben schwer. Der Grund: Wenn die Tage wärmer werden, gehören Baufahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen wieder vermehrt zum Verkehrsbild. Da diese Fahrzeuge in der Regel auch im Gelände eingesetzt werden, tragen sie mitunter Dreck und Schmutz auf die Straßen, warnt der TÜV Rheinland. Hindernisse, mit denen Verkehrsteilnehmer an Baustellen oder in ländlichen Gebieten immer rechnen sollten.

Besonders für Zweiradfahrer herrscht an diesen Stellen bei nasser Witterung erhöhte Rutschgefahr und bei trockenen Bedingungen durch Klumpen oder Brocken größeres Risiko zu stürzen. "Motorradfahrer sind nach der Winterpause im Frühling meist noch etwas untrainiert. Da kann plötzlich auftretender Schmutz während oder kurz nach einer Kurvenfahrt besonders schlimme Folgen haben", sagt Steffen Mißbach, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland.

Eigentlich sind die Verursacher dazu verpflichtet, die Straßen von Dreck und Schmutz zu befreien. Doch in den seltensten Fällen geschieht das unverzüglich. Derweil ist die Haftungsfrage im Schadensfall nur sehr schwer zu beantworten. Schließlich darf laut Straßenverkehrsordnung nur so schnell gefahren werden, dass das Fahrzeug sicher zum Stehen gebracht werden kann. Rutscht ein Pkw auf verschmutzter Fahrbahn beispielsweise, ist die Frage nach der angemessenen Geschwindigkeit programmiert. "Bei Lackschäden ist es auch schwer, Schadensersatz zu erhalten", so Mißbach. Denn am Schmutz sei nicht ersichtlich, wer den Unfall verursacht habe.

Aber nicht nur Schmutz auf der Fahrbahn, sondern auch die Fahrzeuge, die ihn produzieren, können zum plötzlichen Verkehrshindernis werden. Besonders wenn die Beleuchtung durch den Einsatz im Gelände verschmiert ist, sind die Fahrzeuge in den Abendstunden und der Dämmerung erst spät zu erkennen und häufig langsam unterwegs. Auch bei guter Sicht sei Vorsicht geboten, warnen die Experten. Beim Überholen sollten mögliche Überbreite und abspritzender Dreck immer mit einkalkuliert werden.

Der Artikel "Rutschgefahr auch im Sommer" wurde in der Rubrik FAHRRAD mit dem Keywords "Sicherheit, Fahrrad, Motorrad, Landmaschinen, Ratgeber" von "Lars Wallerang" am 6. April 2018 veröffentlicht.

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