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Neues Motorenkonzept: Wie stehen die Chancen für Yamaha?

Neues Motorenkonzept: Wie stehen die Chancen für Yamaha?
@ jingoba (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Wer die MotoGP-Weltmeisterschaft 2018 für sich entscheiden möchte, sollte selbstverständlich auf leistungsstarke Motoren setzen. Teams wie KTM, Honda, Aprilla und Ducati setzen dabei auf V4-90-Grad-Motoren, während Suzuki und Yahama eher Reihenvierzylinder-Motoren vertrauen. Doch was ist in diesem Fall die bessere Strategie? Eine richtige „Erfolgsregel“ scheint es hierbei nicht zu geben: Welche Vorteile hat die eine Motorvariante gegenüber der anderen?

Wer beispielsweise Suzuki näher unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass das Unternehmen mit dem V4-Konzept bislang nicht den gewünschten Erfolg gehabt hat. Einzig und allein beim GSX-R 1000-Superbike konnten bessere Ergebnisse vermeldet werden – hier setzte das Team auf den Reihenvierzylinder. Suzuki verließ im die MotoGP-WM übrigens im Jahr 2011 und kehrte erst 2015 wieder zurück – diesmal mit einem Reihenmotor. Das Ergebnis: Fahrer Maverick Vinales gewann nur ein Jahr später in Silverstone. Ein weiterer Kandidat, der mit Reihenvierzylinder-Motoren punktet, ist Kawasaki in der Superbike-WM. Hier waren die Fahrer des Teams von der Schnelligkeitstechnik gleichauf mit den MotoGP-Fahrern.

Reihenmotor oder V4 – Was ist die bessere Lösung?

Fakt ist, dass beide Motorenlösungen funktionieren und in der Vergangenheit bei unterschiedlichen Teams auch immer wieder funktioniert haben. Mal waren Teams mit dem V4 erfolgreicher, und andere Male wieder mit dem Reihenmotor. Der V-Motor kann definitiv einiges leisten: So ist der Motor nicht nur kompakter gebaut und weniger breit, sondern kann auch in Sachen Aerodynamik einige Pluspunkte herausschlagen.

Der Reihenmotor, der beispielsweise bei Yamaha eingesetzt wurde, funktioniert mit umgekehrtem Kurbelwellen-System. Dadurch kann das Fahrverhalten besser korrigiert und eine größere Neutralität erzeugt werden. Das Fahrwerk ist einfacher navigierbar, wobei das Motorrad gerade in Kurven besser zu steuern ist, Mittlerweile ist es jedoch so, dass auch die V4-Motoren genau mit diesem System arbeiten. Der große, besondere Vorsprung, den der Reihenmotor hatte, ist mittlerweile also bei beiden Motorvarianten vorhanden. Generell ist es daher so, dass das V4-System die derzeit bessere Lösung ist, dass es mehr Vorteile in der Gesamtheit gibt (Aerodynamik, Füllung und Kompaktheit). Einen neuen Vorteil aus dem Reihenmotor „herauszukitzeln“ dürfte wohl auch aufgrund des jetzigen Regelwerkes nicht einfach sein.

Doch die Art des Motorensystems ist natürlich nicht der einzige, ausschlaggebende Punkt, denn auch bei der Superbike-WM können verschiedene Systeme zum Erfolg führen. Während Teams wie Kawasaki, Suzuki, Yamaha, MV Agusta und BMW mit guten Ergebnissen auf den Reihenmotor setzen, konnte Aprilla in der Vergangenheit auf voller Linie mit dem V4-Motor überzeugen. Bei der Superbike-WM sollte auch beachtet werden, dass aus Herstellerperspektive natürlich ein Serienmotorrad als Grundlage dient. Kawasaki dominiert den Superbike-Bereich derzeit, weil sowohl das Team als auch die Fahrer momentan eine Top-Leistung bringen. Das Basis-Modell kann zudem einfach und schnell an neue Herausforderungen angepasst werden.

V4-75-Grad-Superbike-WM Motor von Aprilia: Sinnvoll oder nicht?

Allgemein lässt sich sagen, dass dieser Motor dieselben Vorteile wie alle V4-Varianten bietet. Kleine Abstriche müssen jedoch trotzdem gemacht werden, denn der 75-Grad-Option bietet weniger Platz für die Airbox. Doch trotzdem hat diese Option Vorteile: Das Triebwerk ist um Einiges massiver. Auch das Thema Zündfolgen kommt immer wieder auf: Big-Bang oder Screamer standen zur Debatte. Derzeit werden jedoch nur Big-Bang-Optionen verwendet. Der Vorteil beim 4-Motor: Eine Ausgleichswelle ist nicht notwendig. Diese wird auch beim Reihenmotor nicht benötigt, wenn eine Screamer-Zündfolge eingesetzt wird. Eine letztendliche Feststellung zu treffen, welche Variante nun mehr Erfolg verspricht, lässt sich nicht final sagen. Damit ist für die Rennen also alles offen. Die Spannung in der MotoGP-Weltmeisterschaft 2018 steigt somit ins Unermessliche und bleibt damit ganz oben. Dies haben natürlich auch die Buchmacher gemerkt: Bei bet365 kann im Motorsport-Sektor bereits jetzt auf den Gesamtsieger gewettet werden (Quelle: wettbonus.de).

Der Artikel "Neues Motorenkonzept: Wie stehen die Chancen für Yamaha? " wurde in der Rubrik MOTORRAD mit dem Keywords "" von "Redaktion" am 5. Februar 2018 veröffentlicht.

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