Der Fahrradhelm ist keine Frage des Alters

Helm auf beim Fahrradfahren - und zwar in jedem Alter. Diesen Appell richtet die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) aus einem triftigen Grund an alle Erwachsenen. Denn häufig achten Eltern zwar streng darauf, dass ihr Nachwuchs seinen Kopf schützt - fahren aber selbst 'oben ohne'. Dabei kann ein Helm bei einem Sturz schwere Kopfverletzung verhindern.

Der Fahrradhelm ist keine Frage des Alters
mid Groß-Gerau - Mediziner raten auch Erwachsenen mit Nachdruck dazu, beim Radeln immer einen Helm zu tragen. Trenoli


Helm auf beim Fahrradfahren - und zwar in jedem Alter. Diesen Appell richtet die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) aus einem triftigen Grund an alle Erwachsenen. Denn häufig achten Eltern zwar streng darauf, dass ihr Nachwuchs seinen Kopf schützt - fahren aber selbst "oben ohne". Dabei kann ein Helm bei einem Sturz schwere Kopfverletzung verhindern.

"Wirken Erwachsene nicht als Vorbild, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder später im Jugend- und Erwachsenenalter weiter einen Helm tragen", sagt DGOU-Generalsekretär Professor Reinhard Hoffmann. Die Tragequote von Erwachsenen lag 2015 laut Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) deutlich unter der von Kindern. Demnach trugen 76 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren einen Helm. Bei den Radfahrern ab 17 Jahren sinkt die Helmtrage-Quote auf bis zu magere sieben Prozent. Laut Fahrradunfallforscher und DGOU-Präventionsexperte Dr. Christian Juhra zeigt die hohe Anzahl an Kindern, die einen Helm tragen, dass Eltern ihren Nachwuchs schützen wollen. Allerdings sollten sie für sich genauso verantwortungsvoll handeln und grundsätzlich selbst zum Helm greifen, damit sie auch nach einem Unfall noch für ihre Kinder da sein könnten.

Ein Fahrradhelm schützt den Kopf, indem er die Energie reduziert, die bei einem Aufprall auf den Schädel wirkt - Helmträger erleiden damit weniger schwere Kopfverletzungen. Zudem können tödliche Hirnverletzungen um 60 bis 70 Prozent reduziert werden. Damit ein Fahrradhelm auch die nötige Schutzwirkung hat, geben Orthopäden und Unfallchirurgen wichtige Tipps. Er muss den Normen nach DIN EN 1078 entsprechen, gut auf den Kopf passen und korrekt getragen werden: Er sollte waagerecht sitzen und nicht tief über Nacken oder Stirn gezogen werden. Nach jedem Aufprall und generell nach fünf Jahren sollte er ausgetauscht werden. Wegen der Strangulationsgefahr sollten Kinder den Kopfschutz nur zum Radeln und nicht zum Spielen tragen.

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Der Artikel "Der Fahrradhelm ist keine Frage des Alters" wurde in der Rubrik FAHRRAD mit dem Keywords "Fahrrad, Helm, Kinder, Ratgeber" von "Rudolf Huber" am 7. April 2017 veröffentlicht.

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