Elektroautos: 2017 als Übergangsjahr wegen mangelnder Reichweite

Beim Köder ''E-Auto-Prämie'' beißen die deutschen Autokäufer bislang noch sehr selten zu. Nur rund 9.000 Verbraucher haben im vergangenen Jahr zugeschnappt. Und auch 2018 wird nach Ansicht des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ein Übergangsjahr für die E-Mobilität - wegen mangelnder Infrastruktur und zu geringen Reichweiten.

Beim Köder "E-Auto-Prämie" beißen die deutschen Autokäufer bislang noch sehr selten zu. Nur rund 9.000 Verbraucher haben im vergangenen Jahr zugeschnappt. Und auch 2018 wird nach Ansicht des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ein Übergangsjahr für die E-Mobilität. Der Grund: Der Kunde kaufe ein E-Auto nicht wegen 5.000 Euro vom Start, sondern wenn Reichweite und Lademöglichkeiten überzeugen.

"Bei den rein mit Batterie betriebenen Varianten wird es wohl erst ab dem Jahr 2018 zu nennenswerten Zuwächsen kommen, da für diesen Zeitraum zahlreiche neue Modelle mit deutlich erhöhten Reichweiten angekündigt worden sind", sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. "Wir rechnen für dieses Jahr mit einem Absatz von rund 15.000 rein batteriebetriebenen Fahrzeugen."

Das bedeutet zwar eine beträchtliche Steigerung gegenüber den 11.400 E-Autos in 2016. Aber der große Wurf ist es noch nicht. Gefragter als die Vollzeit-Elektriker sind laut der Fachzeitschrift "kfz-betrieb" Hybride: 55.000 Verkäufe von Fahrzeuge mit Verbrenner plus E-Maschine erwarte der Verband (Vorjahr: 48.000), davon etwa 22.000 Plug-in-Hybride.

Um mehr Kunden von der E-Mobilität zu überzeugen, sind nach Ansicht von ZDK-Vize Ulrich Fromme Reichweiten von 400 Kilometer und eine schnelle Aufladung sowie eine funktionierende Infrastruktur notwendig.

auch in NEW MOBILITY

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